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Azubibetreuer nachhaltig motivieren – So geht’s!

Die Motivation der Ausbilder wirkt sich auf den Erfolg der Azubis aus. (Foto: industrieblick - stock.adobe.com)
Die Motivation der Ausbilder wirkt sich auf den Erfolg der Azubis aus. (Foto: industrieblick – stock.adobe.com)

Unternehmen beklagen die mangelnde Motivation ihrer Azubis. Dabei mangelt es nicht nur den Nachwuchskräften an Engagement, sondern auch den Azubibetreuern. Einige sehen ihre Aufgabe als lästige Pflicht, die es neben ihrer regulären Arbeit zu erledigen gilt. Wie können Sie Ihre Mitarbeiter nachhaltig motivieren, worauf kommt es bei der Auswahl Ihrer Ausbildungsverantwortlichen an und wie gelingt der Austausch zwischen den Generationen?

Motivation – Woher kommt sie?

Motivation ist ein grundlegendes Thema in unser aller Leben – privat und beruflich. Sie ist die Summe der Beweggründe, die unsere Entscheidungen und Handlungen beeinflussen. Wir unterscheiden zwischen der extrinsischen und intrinsischen Motivation. Die extrinsische Motivation wird von außen gesteuert, zum Beispiel über Lob und Anerkennung oder Belohnungen und monetäre Anreize. Die intrinsische Motivation kommt von innen heraus. Sinn und Zweck der Tätigkeit sowie unser Interesse spielen dabei eine große Rolle. Um langfristig motiviert zu bleiben, müssen uns intrinsischen Motive leiten. Daher ist es wichtig Kollegen mit der Betreuung der Azubis zu beauftragen, die darauf Lust haben.


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Die Aufgaben muss nicht der “alte Hase” übernehmen, der wegen seiner Arbeitsjahre Fachwissen und Praxistipps vermitteln soll. Auch jüngere Kollegen sind geeignet. Gleichzeitig muss es nicht vom Alter abhängen, wer einen guten Draht zur jüngeren Generation hat und sich in die Azubis einfühlen kann. Das kann auf einen älteren Mitarbeiter ebenso zutreffen. Klären Sie mit den Mitarbeitern vorab: Welche Aufgaben umfasst diese Tätigkeit und welche Inhalte müssen den Azubis vermittelt werden? Wer brennt dafür, die Azubis auf ihrem Weg zu begleiten?

Geben Sie ihnen zudem weiteres Wissen an die Hand: Gibt es rechtliche Vorgaben zu beachten? Mit welchen Methoden können Inhalte vermittelt werden? Wie gibt man Feedback und führt Mitarbeitergespräche? Diese Informationen sind wichtig, wenn ein Kollege die Aufgaben neu übernimmt. <ins>Für langjährige Azubibetreuer lohnt es sich ebenfalls, dieses Wissen aufzufrischen und neue Impulse zu setzen.</ins>

Worin liegt der Sinn der Tätigkeit als Azubibetreuer?

Auf diese Frage antworten die Verantwortlichen häufig mit diesen Motiven:

  • Eigene Weiterentwicklung – fachlich und persönlich
  • Wissen, Erfahrungen und Werte weitergeben
  • Junge Menschen voranbringen
  • Zukunftssicherung des Unternehmens durch die Ausbildung von Fachkräften

Gleichzeitig gibt es Mitarbeiter, die den Sinn ihrer Tätigkeit als Azubibetreuer als belastend empfinden und sich als Sündenbock für alle Schwierigkeiten sehen, die in der Zusammenarbeit mit dem Azubi entstehen können. Woran könnte das liegen?

Fehlende Sichtbarkeit und Wertschätzung sind demotivierend<ins></ins>

Die meisten Mitarbeiter halten die Ausbildung für wichtig und sind froh, wenn dadurch gut ausgebildete Nachwuchskräfte für ihre Abteilungen entwickelt werden. Mit der Ausbildung selbst wollen sie aber nichts zu tun haben. Das liegt häufig daran, dass die Aufgaben als Azubibetreuer nur als Mehrarbeit gesehen werden und die Anerkennung dafür fehlt. Dazu kommt, dass Kollegen und Führungskräfte oft nicht wissen, welche Aufgaben ein Azubibetreuer übernimmt und die Tätigkeit in Mitarbeitergesprächen keine Rolle spielt.

Führungskräfte einbeziehen

Ausbilder und Ausbildungsverantwortliche wünschen sich von Führungskräften Wertschätzung und Anerkennung für ihre Arbeit. Die entsprechenden Aufgaben müssen in Mitarbeitergesprächen ihren Platz finden und am besten in Stellenbeschreibungen und Zielvorgaben integriert werden. Azubibetreuer freuen sich über Interesse und Lob für ihr Engagement und die Themen, die sie zusammen mit den Azubis umsetzen. Das stärkt den Wert der Aufgabe als Ausbildungsverantwortlicher.

Konflikte zwischen den Generationen

Mit neuen Azubis und Dualen Studenten strömt die Generation Z selbstbewusst in die Unternehmen und wird dabei von älteren Kollegen oft kritisch beäugt. Wie kann die Zusammenarbeit gelingen, wenn unterschiedliche Werte der Generationen aufeinanderprallen und Vorteile über einander herrschen?

Unternehmen müssen auf Interaktion zwischen den Generationen setzen. Ist ein Mitarbeiter lange im Betrieb, kann die Zugehörigkeit zum Unternehmen einen großen Teil seiner Identität ausmachen und ihn erst einmal misstrauisch machen gegenüber Neuem. Schaffen Sie Raum für persönlichen Austausch. Startet ein Azubi in einer Abteilung, kann der Betreuer von seinem Werdegang berichten: Was begeistert ihn an seiner Arbeit und dem Unternehmen? Wie wäre es mit einem Newsletter oder einer Azubi-Zeitung mit kurzen Fragebögen oder gegenseitigen Interviews, in denen Azubis und andere Mitarbeiter über ihre Arbeit und ihre persönlichen Interessen erzählen. Sicher tauchen gemeinsame Interessen auf und es zeigen sich Themen, bei denen der Kollege noch vom Azubi lernen kann. Oder beide Seiten berichten von Projekten, die sie gemeinsam umgesetzt haben. Solche Maßnahmen schaffen zusätzlich Sichtbarkeit bei allen Mitarbeitern der Abteilung oder des Unternehmens.