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Personalmarketing im Autopilot

pixabay.com/geralt
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Automatisierung ist erfolgskritisch, wenn es um die Zeit- und Kosteneffizienz im Personalmarketing geht. Seit der Fokus in HR auf digitalen Recruiting-Maßnahmen liegt, haben sich Jobbörsen als beliebte HR-Marketing-Plattform etabliert. Doch der manuelle Arbeitsaufwand beim Einpflegen der Stellenanzeigen ist hoch und das statische Laufzeitmodell ist für den wettbewerbsstarken Arbeitsmarkt nicht flexibel genug. Recruiter müssen jede Stellenanzeige einzeln aufsetzen oder hierfür eine Agentur engagieren, die dann gebrieft und koordiniert werden muss und obendrein zusätzliche Kosten verursacht. Kann die Position nicht innerhalb der vorgegebenen Laufzeit besetzt werden, fängt das ganze Spiel wieder von vorne an.

Diese Vorgehensweise ist zeitintensiv und blockiert wertvolle Ressourcen, die an anderer Stelle schmerzlich vermisst werden. Doch was fast noch schlimmer ist – die laufzeitbasierte Abrechnung entspricht überhaupt nicht den Bedürfnissen eines Recruiters. Wer kann seine Stellen wirklich innerhalb von 30 Tagen besetzen? Und sollte das tatsächlich mal der Fall sein, warum sollte der Job dann nach der erfolgreichen Besetzung trotzdem noch online zu finden sein? Das One-Size-Fits-All-Prinzip geht nicht mehr auf. Die heute für eine Einstellung benötigte › Bewerber-Reichweite kann einzig und allein über einen individuellen und anpassungsfähigen Personalmarketing-Mix generiert werden. Doch wer hat schon die Kapazitäten, um 50 Stellen gleichzeitig auf über 30 verschiedenen Kanälen einzupflegen?

Stellenanzeigen automatisch mit der nötigen Bewerber-Reichweite versorgen

Die naheliegende Lösung ist eine Automatisierung des Personalmarketing-Prozesses. Programmatic Job Advertising bezeichnet den Einkauf, die Platzierung und Optimierung von Stellenanzeigen durch Software anstelle von Menschen. Die Software liest die Jobs über eine Schnittstelle von der Karriereseite aus und verteilt sie datenbasiert über ein weitreichendes Personalmarketing-Netzwerk aus Jobsuchmaschinen, sozialen Medien und Bannerwerbung in der Zielgruppe aktiver und passiver Kandidaten. Klickt ein Interessent auf die Anzeige, wird er direkt auf die unternehmenseigene Karriereseite weitergeleitet, wo er (im Falle einer Übereinstimmung von Anforderungsprofil und Unternehmenskultur mit den eigenen Erwartungen) seine Bewerbung abschicken kann.

Job-Performance mithilfe von Machine Learning vorhersagen

Schon die Automatisierung allein sorgt für eine hohe zeitliche Entlastung, doch fast noch wertvoller sind die Lerneffekte im Kampagnenverlauf, die dank Machine Learning direkt wieder in die Anzeigenaussteuerung einfließen. Denn mit jeder Stellenanzeige, die im Personalmarketing-Mix geschaltet wird, werden Daten gesammelt. Auf Basis der systematischen › Datenauswertung ist es anschließend möglich Prognosen zu treffen.

Auf welchem Kanal wird ein bestimmter Jobtitel voraussichtlich am besten performen? Aus welcher Quelle stammen die meisten Bewerber und wo ist der Bewerber-Rücklauf am kosteneffizientesten? All diese Fragen kann die Software in Echtzeit beantworten und Stellen entsprechend dort ausspielen, wo statistisch gesehen die besten Ergebnisse zu erwarten sind. Durch einen regelmäßigen Performance-Check überprüft das System, ob die eingangs gesetzten Ziele auch wirklich erreicht werden konnten und passt die Kampagne bei Bedarf automatisch an. Die neugewonnenen Daten bilden anschließend gemeinsam mit den bereits bestehenden historischen Daten die Basis für zukünftige Prognosen.

Bewerber-Rücklauf kalkulierbar machen

Da die Anzeigen-Performance nach Klicks bewertet und abgerechnet wird, ist der Bewerber- Rücklauf unmittelbar mess- und steuerbar und nicht zuletzt budgetär realisierbar. Anhand von Benchmarks wird zunächst einmal die Ausgangssituation analysiert. Um was für Positionen handelt es sich, wie viele Bewerber-Klicks werden statistisch gesehen für die erfolgreiche Besetzung solcher Stellen benötigt und wie viele Interessenten besuchen die Stellenanzeigen derzeit tatsächlich? Mit der für die Besetzung fehlenden Bewerber- Reichweite als Ziel wird dann die Programmatic-Job-Advertising-Kampagne gestartet.

Befinden sich unter den offenen Stellen schwer zu besetzende Positionen, können diese in der Kampagne besonders hervorgehoben und so gezielt mit mehr Bewerber-Reichweite versorgt werden. Das zur Verfügung stehende Budget wird entsprechend genau dort eingesetzt, wo es gebraucht wird. Denn es geht bei der Automatisierung gar nicht vorrangig darum, den Faktor Mensch zu eliminieren, sondern darum, die nur begrenzt verfügbaren Ressourcen wie Arbeitskraft, Zeit und Geld effizienter und sinnvoller zu nutzen.
  
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