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Die Zukunft der Weiterbildung ist bunt und digital

Mann unterhält sich mit einem Roboter
In Unternehmen haben sich neue digitale Strukturen etabliert (Foto: Pink University).

› Pink University ist der führende Anbieter von E-Learnings und web-basierten Trainings für die effektive und nachhaltige Personalentwicklung in Unternehmen. Philipp Mehrtens ist seit Januar 2021 neuer Geschäftsführer der Pink University und für die strategische Ausrichtung des Vertriebs verantwortlich. Mit PINK setzt er ein Statement für mehr Farbe in der betrieblichen Weiterbildung.

Philipp Mehrtens
Philipp Mehrtens, Geschäftsführer Pink University(Foto: Pink University).

Durch die Coronapandemie wächst der E-Learning Markt momentan extrem dynamisch. Welche Auswirkungen hatte das auf Pink University und wie geht ihr damit um?

Der Markt für E-Trainings ist schon vor Corona deutlich gewachsen. Im April 2020 sind wir aber förmlich von Anfragen überrannt worden und mussten uns erst einmal neu sortieren. 

Viele Unternehmen im In- aber auch vermehrt im Ausland waren auf der Suche nach einer Lösung, um sinnhafte und moderne Fortbildung für die Mitarbeiter:innen unter Corona-Bedingungen möglich zu machen. Wir setzten den Fokus auch deshalb jetzt stark auf die Internationalisierung unseres Angebots.

Was sind die Trends in der Personalentwicklung?

Neben Corona ist das Thema Nachhaltigkeit ein zentrales Thema, das die Personalabteilungen derzeit umtreibt. Diese ist oft nicht gegeben, wenn es sich um einmalige Trainingsmaßnahmen handelt. Um mehr Nachhaltigkeit zu erzielen und modernes individuell zugeschnittenes Blended Learning zu implementieren, sind E-Trainings natürlich hervorragend geeignet.

Durch Corona haben wir aber zum Beispiel auch neue Schwerpunkte in unseren E-Trainings gesetzt. Themen wie › “Virtuelle Teams führen”, › “Motivation im Homeoffice” oder “Trennungsgespräche führen” sind jetzt stark gefragt. Die Akzeptanz für E-Trainings ist in jedem Fall noch einmal deutlich gestiegen.

Pink University bietet Trainings mit relevanten Inhalten an (Foto: Pink University).
Pink University bietet Trainings mit relevanten Inhalten an (Foto: Pink University).

Lernen Menschen mit E-Trainings anders als in Präsenzveranstaltungen?

Die Gretchenfrage ist immer: Wie lernen Menschen? Das Grundprinzip bleibt auch in der Digitalisierung gleich – muss aber anders übersetzt werden.

Die Vorteile von E-Trainings liegen auf der Hand: In den E-Trainings der Pink University wird in 45 Minuten in aggregierter, moderner, strukturierter und vor allem interaktiver Weise Wissensvermittlung betrieben, für die in einem klassischen Präsenztraining mindestens ein halber Tag genutzt werden müsste. Insofern sprechen wir von einem echten Zeitvorteil.

Auch die Kosten sind im Vergleich zu Präsenztrainings, bei denen die zu schulenden Mitarbeiter:innen meistens durch ganz Deutschland in ein Hotel reisen mussten, deutlich geringer. Wichtig ist uns aber vor allem der angesprochene Nachhaltigkeitsaspekt, wenn wir zum Beispiel über Blended Learning-Maßnahmen sprechen, in welche die E-Trainings eingebettet sind. Hier kann man Lernen als Prozess implementieren, dadurch die Nachhaltigkeit erhöhen und immer wieder zielgerichtet und vor allem individuell auf den Bedarf der einzelnen Mitarbeiter:innen eingehen. Auch der Transfer in den Alltag lässt sich so gut managen. Es gibt also eine ganze Reihe von Vorteilen.

Natürlich fehlt gerade in der jetzigen Zeit vielen das persönliche Miteinander, beispielsweise nach einem Training Abends an der Bar. Das Thema “Networking” lässt sich so natürlich stärker spielen. Das kann man heutzutage zwar alles auch digital abbilden, aber viele Menschen sehnen sich nach diesem persönlichen Austausch, der ja seit fast eineinhalb Jahren auf der Strecke geblieben ist. Darüber hinaus gibt es auch einige (allerdings wenige) Themen im Bereich der Umsetzungskompetenz, die sich digital nur schlecht abbilden lassen.

Werden Unternehmen nach Corona wieder zu Präsenztrainings zurückkehren oder wird E-Learning der neue Status Quo in der Weiterbildung?

Ganz sicher wird der Arbeitsalltag nach Corona anders sein als vor Corona. Für das Thema “Digitalisierung” war Corona ein Brandbeschleuniger und das wird sich nicht zurückdrehen lassen. Vielleicht nicht mit der Intensität wie jetzt aber Themen wie “Homeoffice” oder “Digitales Lernen” werden ganz sicher nicht wieder in der Versenkung verschwinden.

Viele Führungskräfte haben trotz vorheriger Widerstände gelernt, dass Arbeiten im Homeoffice doch in vielen Fällen gut funktioniert, und viele werden sich heute zweimal überlegen, ob sie für ein 90-minütiges Meeting nach London fliegen, weil sie festgestellt haben, dass es auch ohne persönliche Anwesenheit gut geklappt hat. Es wird sich also einiges zurückdrehen lassen aber mit Sicherheit nicht alles.

Wichtig ist jetzt, gemeinsam mit Unternehmen Strategien zu entwickeln, Mitarbeiter:innen für E-Trainings zu gewinnen und diese im Arbeitsalltag zu integrieren.