Aktuelle Ausgabe

Newsletter

Abonnieren

Recruiting im Wandel: So hat Corona die HR-Welt verändert

Frau arbeitet von Zuhause aus am Laptop
Die Bedürfnisse von Jobsuchenden haben sich radikal verändert (Foto: © gettyimages.at).

Die Pandemie hat bei vielen Bewerber*innen zu einem Wertewandel geführt. Arbeitgeber müssen sich daher die Frage stellen, wie sie auf die veränderten Bedürfnisse von Jobsuchenden reagieren und was wichtig ist, um erfolgreich Talente zu gewinnen.

Werte im Wandel – darauf achten Talente jetzt besonders

Die Pandemie hat unser Leben über Nacht auf den Kopf gestellt. Viele Menschen hatten Angst vor der Zukunft und fragten sich, wie es nun weitergehen sollte. Corona hat jedoch auch zu einer Entschleunigung geführt – viele konnten mehr Zeit mit ihrer Familie verbringen oder lernten, sich auf das zu fokussieren, was wirklich wichtig ist. All diese Faktoren haben die Menschen nachhaltig geprägt und die Prioritäten vieler Bewerber*innen verschoben. Für knapp zwei Drittel sind ein sicherer Job und ein angemessenes Gehalt immer noch die wichtigsten Kriterien bei der Auswahl eines passenden Arbeitgebers. Eine gute Work-Life-Balance, flexible Arbeitszeiten und eine angenehme Arbeitsatmosphäre spielen aber eine immer wichtigere Rolle.

So funktioniert Recruiting im “New Normal”

Für Unternehmen haben die Corona-Pandemie und die damit einhergehenden Veränderungen zunächst eine große Herausforderung dargestellt. Viele haben in den neuen Umständen aber auch eine Chance entdeckt. Plötzlich wurde vieles, was in den Köpfen noch Zukunftsmusik war, möglich. Wie kann man als Arbeitgeber diese neuen Gegebenheiten in seinem Recruiting nutzen und was wünschen sich Bewerber*innen heute eigentlich?

1.    Arbeitgeberattraktivität erhöhen – Definition einer aussagekräftigen Employer Brand

Jobsuchende wünschen sich einen Arbeitgeber, der wirklich zu ihnen passt. Dabei spielen nicht nur Benefits eine wichtige Rolle. Die Bedeutung der Unternehmenskultur rückt in den Fokus. Für Unternehmen wird es heute daher wichtiger, eine eindeutig definierte Employer Brand aufzubauen, die an den Anforderungen der jeweiligen Zielgruppe orientiert ist. Während Corona haben sich viele Mitarbeitende an die Vorzüge von Remote Work und flexiblen Arbeitszeiten gewöhnt. Wer also in Zeiten von “New Normal” erfolgreich rekrutieren möchte, sollte seinen Angestellten auch nach der Pandemie weiterhin die Möglichkeit bieten, zumindest teilweise von zu Hause aus zu arbeiten.

Drei Frauen und ein Mann sitzen an einem Tisch und sprechen miteinander
Eine aussagekräftige Employer Brand ist wichtiger denn je (Foto: © gettyimages.at)!

Um die eigenen Chancen auf viele aussagekräftige Bewerbungen zu erhöhen, reicht es nicht, eine aussagekräftige Arbeitgebermarke allein aufzubauen. Unternehmen sollten diese auch offen und transparent kommunizieren. Das geht beispielsweise auf Arbeitgeberbewertungsportalen wie kununu, die bei Jobsuchenden eine hohe Glaubwürdigkeit genießen. Relevante Informationen sollten aber auch auf der eigenen Unternehmenswebsite zu finden sein, denn diese bildet für 77 Prozent der Jobsuchenden nach wie vor die erste Anlaufstelle für Arbeitgeberinformationen.

2.    Mitarbeitende finden – Neue Wege gehen

Dass Jobsuchende sich bei einem potenziellen Arbeitgeber bewerben und dieser anschließend die Wahl trifft, war gestern. Der Bewerbungsprozess hat sich mittlerweile zu einem beidseitigen Auswahlprozess entwickelt, in dem Unternehmen ihren Kandidat*innen eine nahtlose Candidate Experience bieten müssen. Diese beginnt nicht erst bei der Bewerbung, sondern bereits beim ersten Kontakt.

Eine optimale Stellenanzeige, die sowohl Hard Facts wie Gehaltsangaben als auch Einblicke in die Unternehmenskultur bietet, sorgt für mehr Transparenz und schafft Vertrauen. Auch im Auswahlprozess selbst stellen eine Kommunikation auf Augenhöhe und eine persönliche Note in der Ansprache wichtige Erfolgsfaktoren dar, um die passenden Talente für sich zu gewinnen. Kandidat*innen möchten nicht nur wissen, wohin die Reise im Bewerbungsprozess geht. Sollte es einmal nicht geklappt haben, erwarten sie außerdem eine ehrliche Absage.

3.    Digitale Bewerbungsgespräche – Für eine angenehme Atmosphäre sorgen

In Zeiten der Pandemie mussten viele Unternehmen ihre Recruiting-Prozesse digitalisieren – dazu zählte auch die Umstellung auf Online-Bewerbungsgespräche. Läuft alles digital, ist es umso wichtiger, dass die Verbindung stimmt. Sowohl technisch als auch menschlich. Da der persönliche Einblick ins Unternehmen fehlt, ist es besonders wichtig, dass Sie im Online-Interview vermitteln, wofür Sie als Arbeitgeber stehen. Erzählen Sie darüber, wie Sie mit der aktuellen Situation umgehen, wie Ihre Homeoffice-Regelungen aussehen und wie Corona Ihren Arbeitsalltag verändert hat. Dadurch gewähren Sie Kandidat*innen zumindest einen virtuellen Einblick in Ihre Unternehmenskultur!

Weitere Tipps, wie Sie auch in Zeiten von “New Normal” erfolgreiches Recruiting betreiben, erhalten Sie im aktuellen Whitepaper von XING, XING E-Recruiting, kununu und Prescreen.

Hier kostenlos downloaden!