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Wie Recruiter das Beste aus Stellenanzeigen herausholen

StepStone-Studien zeigen, dass die Stellenanzeige für sieben von zehn Bewerbern die erste Anlaufstelle bei der Jobsuche ist. Mehr als jede zweite Fachkraft würde einen inhaltlich passenden Job ablehnen, wenn ihm die Stellenausschreibung nicht gefällt. Die Anzeige ist eines der wichtigsten Instrumente, wenn es um die Kommunikation der Arbeitgebermarke geht. Wer als Arbeitgeber sichtbar sein will, muss vor allem zwei Dinge sicherstellen: Dass seine Stellenanzeige von passenden Bewerbern gefunden wird. Und: Dass die Anzeigengestaltung diese Bewerber wirklich anspricht.

Step 1: Gefunden werden

Die wichtigste Voraussetzung ist, dass sich der Recruiter in den Kandidaten hineinversetzt. Wie geht er bei der Jobsuche vor? Welche Suchbegriffe wird er benutzen? Genau diese Suchbegriffe sollten sich dann in der Anzeige  wiederfinden, damit sie im Netz gut auffindbar ist. Intelligente Suchtechnologien von Jobbörsen wie z.B. StepStone nehmen Recruitern in dieser Hinsicht heute bereits viel Arbeit ab. Sie erkennen automatisch, wonach Kandidaten suchen und zeigen alle passenden Stellen aus diesem Themenkomplex an. Dennoch gilt: Je mehr exakte sprachliche Übereinstimmungen es gibt, desto höher wird sich die Anzeige in der Ergebnisliste wiederfinden – egal ob in einer Suchmaschine oder einer Jobbörse. Die meisten kennen es aus ihrem eigenen Suchverhalten im Netz. In der Regel interessieren nur die Ergebnisse, die weit oben stehen.

Tipps für die Anzeigenformulierung

Fachkräfte suchen meist nach bekannten und gelernten Begriffen. “Informatikkaufmann” zum Beispiel ist viel populärer als “IT Management Assistant”. Vermeiden sollten Recruiter außerdem Bezeichnungen, die nur in der unternehmenseigenen Sprache vorkommen. Besser gefunden wird zudem, wer deutsche Begriffe benutzt. Denn das tun fast alle Jobsuchenden auch. Recruiter sollten den “Vertriebsingenieur” bevorzugen – der “Sales Engineer” geht ihnen dabei nicht durch die Lappen. Außerdem: Fachkräfte suchen Jobs mit Hilfe von vollständigen Begriffen. Schreiben Stellenanbieter etwa “Kaufmännischer Mitarbeiter” statt “Kaufm. Mitarbeiter”, erzielen passende Bewerber bei ihrer Suche noch mehr Treffer.

Step 2: Kandidaten überzeugen

Damit Kandidaten die passende Anzeige direkt finden, kommt es vor allem auf die richtigen Formulierungen an. Aber: Um diese Kandidaten wirklich für die Position zu begeistern und zu einer Bewerbung zu motivieren, sind weitergehende Informationen unerlässlich. Arbeitgeber haben mit der Stellenanzeige eine hervorragende Gelegenheit, Aufmerksamkeit für ihre Arbeitgebermarke zu schaffen. Diese Gelegenheit sollten sie nutzen. Denn: Ist eine Stellenanzeige ansprechend und mit umfangreichen relevanten Informationen gestaltet, fühlt sich ein Kandidat von Anfang an wertgeschätzt. Zu den Informationen, welche die meisten Fachkräfte in einer Stellenanzeige finden wollen, gehören laut einer StepStone-Befragung von mehr als 17.000 Fachkräften Angaben zur Unternehmenskultur, dem Gehalt und den Arbeitszeitmodellen. Auch authentische Fotos und Videos – damit sind ausdrücklich keine Inhalte aus Bilddatenbanken oder Videos mit Models gemeint – stehen weit oben.

Tipps für Employer Branding mit Stellenanzeigen

Flexible Arbeitszeiten, Betriebskindergarten, Kantine, Sportprogramm oder besonders guter Teamgeist – all das sind überzeugende Argumente, sich für einen Arbeitgeber zu entscheiden. Deshalb gehören Informationen dazu unbedingt in die Stellenanzeige. Darüber hinaus sollten Stellenausschreibungen ein Bild von der Unternehmenskultur vermitteln. Authentizität ist dabei das höchste Gebot. Allgemeine Formulierungen oder geschönte Darstellungen sind kontraproduktiv, klare und konkrete Formulierungen sowie sympathische Fotos von der Belegschaft hingegen hilfreich. Neun von zehn Kandidaten suchen beim Jobwechsel eine neue Herausforderung. Eine anschauliche und ausführliche Beschreibung der Aufgaben und Zuständigkeiten gehört daher ebenfalls in jede Stellenanzeige. Für Unternehmen auf der Suche nach High Potentials gilt außerdem, Weiterbildungsmöglichkeiten und Entwicklungsperspektiven aufzuzeigen, die aus Arbeit tatsächlich Karriere werden lassen.

Mehr Tipps und konkrete Beispiele:
• Weitere Tipps zur besseren Auffindbarkeit und Gestaltung von Online-Stellenanzeigen im Praxis-Ratgeber Online-Stellenanzeigen.
• Weitere Tipps für smartes Employer Branding mit Stellenanzeigen im StepStone RECRUITING LOTSEN.
• Kostenloser Download StepStone Anzeigenratgeber für Personalverantwortliche