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Wie sich Bewerber in der Digitalisierung verändern

Schnell, effizient und näher an der Lebenswirklichkeit von Bewerbern – Mobile Recruiting wird immer wichtiger. Nach einer Erhebung der Online-Jobbörse StepStone nutzen bereits mehr als zwei Drittel aller Jobsuchenden das Smartphone, um einen neuen Job zu finden. Der Trend zur mobilen Bewerbung ist aber mehr als nur eine technologische Weiterentwicklung. Die Digitalisierung verändert das Verhalten der Bewerber viel grundlegender.

Dienstleistungen sind heute in vielen Bereichen einfach und schnell. Die Erfahrungen, die wir beim digitalen Kauf von Konzertkarten, im Online-Banking oder auch beim Einkaufen von Lebensmitteln im Internet machen, übertragen sich automatisch auf unsere Erwartungshaltung gegenüber sämtlichen verfügbaren Angeboten. Das kann jeder nachvollziehen, der sich bei einem Stadtbummel schon mal gefragt hat, wie es sein kann, dass ein Kleidungsstück in der passenden Größe erst nachbestellt werden muss. Wir haben uns daran gewöhnt, dass auf unseren Kaufimpuls eine direkte Reaktion erfolgt – Experten nennen das Instant Gratification. 

Im Recruiting ist diese unmittelbare Belohnung in der Regel noch nicht angekommen. Circa die Hälfte aller Jobsuchenden erhält überhaupt keine Rückmeldung auf ihre Bewerbung. In vielen Unternehmen dauern Bewerbungsprozesse mehrere Wochen. Eine lange Time-to-Hire sorgt heute aber nicht mehr nur im Wettbewerb mit anderen Unternehmen für Nachteile. Die unmittelbare Reaktion, die Bewerber aus anderen Bereichen des Lebens kennen, wirkt sich generell auf ihre Erwartungshaltung im Bewerbungsprozess aus. Arbeitgeber, die diesen Ansprüchen nicht gerecht werden, müssen damit rechnen, dass Bewerber auch bei attraktiven Angeboten das Interesse verlieren.

Was bedeutet das nun für die mobile Bewerbung? Was müssen Arbeitgeber tun, um dem veränderten Verhalten der Bewerber bestmöglich zu begegnen?

Mobil gefunden werden – so geht’s

Zu den Grundlagen gehört, die eigenen Inhalte zunächst einmal für mobile Nutzer verfügbar zu machen. Dazu sollten sie in einem entsprechenden mobil-optimierten Umfeld präsentiert werden – auf der eigenen Unternehmensseite und bei einer Jobbörse. Das verbessert das Erlebnis des Nutzers erheblich. Zudem tauchen mobil-optimierte Internetseiten im Google-Ranking weiter oben auf als andere.

Die mobile Stellenanzeige muss dem Betrachter die Möglichkeit geben, alle Inhalte schnell und einfach zu erfassen – schließlich ist die Aufmerksamkeitsspanne beim Einsatz von mobilen Geräten kürzer als bei Desktop-Computern. Da der sichtbare Bereich auf dem Smartphone beschränkt ist, sollten die wichtigsten Informationen in dem Bereich dargestellt werden, den Bewerber zuerst sehen. Dazu gehören Jobtitel, Standort, die Erscheinungszeit der Anzeige und die Art des Anstellungsverhältnisses. Eine mobil verfügbare Umgebungskarte hilft Kandidaten dabei, sich ein Bild vom Standort des Unternehmens zu machen.

Kontaktaufnahme vereinfachen

Besonders wichtig ist die Möglichkeit einer einfachen Kontaktaufnahme für Bewerber. Wer zu einem Bewerbermanagementsystem verlinken möchte, sollte sicherstellen, dass dieses ebenfalls für die Nutzung per Smartphone geeignet ist. Der sonst entstehende Medienbruch führt in der Regel dazu, dass mobile Nutzer den Prozess nicht fortsetzen. 

Eine unkomplizierte Alternative zur aufwendigen Eigenlösung bietet zum Beispiel die kostenfreie 1-Click-Bewerbung von StepStone. Wählt der Stellenanbieter diese Möglichkeit bei der Schaltung der Anzeige, erhalten Jobsuchende die Möglichkeit zur einfachen mobilen Bewerbung. Um dem veränderten Nutzerverhalten Rechnung zu tragen, ist es zudem ratsam, vom Beginn des Prozesses an einen direkten Austausch zwischen Bewerber und Recruiter zu ermöglichen. Kostenfreie Lösungen wie die Job Messenger App lassen sich auf der eigenen Karriereseite oder bei Jobbörsen einbinden – Bewerber können dann via Smartphone Rückfragen zur ausgeschriebenen Position stellen. So lässt sich auch die Time-to-hire verkürzen.

Recruiter können also den vonstattengehenden Paradigmenwechsel im Verhalten von Bewerbern für sich nutzen. Wer ein vollständiges Angebot zur mobilen Bewerbung macht, verliert keine Kandidaten und stärkt die eigene Arbeitgebermarke.