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Geringere Gehaltssteigerung in diesem Jahr

Geldscheine und Taschenrechner
In diesem Jahr fiel die Lohnsteigerund in Deutschland niedriger aus.
Foto: © Alexander Limbach-stock.adobe.com

Die Deutschen verdienen dieses Jahr im Schnitt rund drei Prozent mehr als 2019. Berücksichtigt man die Inflation, liegt der Gehaltszuwachs nur bei 1,2 bis 1,3 Prozent. International steht Deutschland dabei schlecht da: Im Schnitt sind die Bruttogehälter weltweit um mehr als fünf Prozent gestiegen. Der Nominalindex stieg gegenüber dem Vorjahresquartal um 2,1 Prozent. In diesem Zeitraum sind die Verbraucherpreise um 1,6 Prozent angestiegen; der reale Verdienstzuwachs liegt bei 0,4 Prozent. Das ist laut Statistischem Bundesamt (Destatis) die schlechteste Steigerungsrate der Reallöhne seit 2013.

Hightech- und Life-Science-Branche zahlen besonders gut

Den höchsten Gehaltszuwachs hierzulande mit drei Prozent erzielen Mitarbeiter der Branchen Life-Sciences und High Tech. Knapp dahinter mit einem Plus von 2,9 Prozent rangieren die Branchen Konsumgüter und chemische Industrie. Arbeitnehmer im Automotive-Sektor kommen auf eine Steigerung von 2,7 Prozent. Das geht aus einer aktuellen Datenerhebung von stellenanzeigen.de hervor.

Gastronomie besonders von Verdienstausfall betroffen

Im Zuge der Beschränkungen aufgrund des Corona-Virus stellten viele Unternehmen auf Kurzarbeit um, was ab der zweiten Märzhälft zu niedrigeren Löhnen führte. Besonders betroffen sind die Sektoren Gastronomie und Beherbergung. Die bezahlte Wochenarbeitszeit verringerte sich um 4,3 Prozent und lag bei 37,8 Stunden, während die bezahlte Wochenarbeitszeit der hiesigen Gesamtwirtschaft 38,8 Stunden betrug.

Große Gehaltsunterschiede je nach Branche

Die Verdienste unterscheiden sich stark je nach Branche und Beruf. So erhalten Mitarbeiter in der Altenpflege nur durchschnittlich 29 745 Euro brutto im Jahr. Im Bereich Erziehung liegt das Gehalt bei 37 457 Euro. Mitarbeiter in der Gastronomie kommen auf 39 840 Euro. In der Verwaltung erzielen Beschäftigte im Schnitt 47 068 Euro. Im Bauingenieurwesen kann man ein Durchschnittsgehalt von 58 278 und im Ingenieurbau 59 982 Euro pro Jahr erwarten. Im Finanzwesen kommen Mitarbeiter im Schnitt auf 69 300 Euro. Das wird noch übertroffen von dem Gehalt im Marketing-Bereich mit 69 930 Euro, in der Pharmabranche mit 72 370 Euro und der IT-Branche mit 73 015 Euro jährlich.

Der gesamte Gehaltsreport inklusve der Gehälter in einzelnen Berufen und im Bundesländervergleich kann > hier zum Download angefordert werden.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.