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Deutscher bAV-Preis 2019 verliehen

Auf der Konferenz
Die Gewinner des bAV-Preises 2019 nahmen in Berlin ihre Auszeichnungen entgegen. Foto: © Peter Adamik.

Mit dem Deutschen bAV-Preis soll die betriebliche Altersversorgung als wesentliches Standbein der Alterssicherung gefördert und stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt werden. Auch soll die Auszeichnung andere Unternehmen zur Nachahmung ermutigen. Im Vordergrund stehen der innovative und kreative Charakter eines bAV-Projektes sowie dessen Einklang mit der Unternehmens- und Personalstrategie. Der Preis wird seit 2015 in den Kategorien Großunternehmen sowie kleine und mittlere Unternehmen (KMU) verliehen. Dieses Mal befanden sich erstmals auch Möglichkeiten in den prämierten Pensionsplänen wieder, die durch das Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG) neu geschaffen wurden.

Airbus siegt bei den Großunternehmen

Den ersten Platz in der Kategorie Großunternehmen belegt Airbus. Der Luft- und Raumfahrtkonzern überarbeitete seine bAV im Sinne des kollektiven Gedankens und überzeugte die Jury sowohl mit der Risikobegrenzung als auch mit hohen Leistungen. Durch eine umfassende Kommunikation und die Aufstockung von Mitarbeiterbeiträgen zur bAV konnten zahlreiche Mitarbeiter zur Eigenvorsorge motiviert werden. Die Teilnahmequote an der freiwilligen Entgeltumwandlung zugunsten der bAV war bereits vier Wochen nach Einführung des neuen Modells höher als beim vorherigen Modell. Auf Platz zwei kam die Baxter Deutschland GmbH. Der Hersteller von Arzneimitteln und Medizinprodukten setzt auf eine starke bAV für starkes Employer Branding und verfolgt das Ziel, mit einer auf die Wünsche und Bedürfnisse der Mitarbeiter abgestimmten bAV die besten Talente zu gewinnen und zu binden. Den dritten Rang nimmt Siemens ein. Das Unternehmen nutzt eine spezielle Technologie für eine effizientere Pensionsplanverwaltung und die optimale Eigenvorsorge der Mitarbeiter und macht die Belegschaft mit neuen Kommunikationsansätzen auf die Entgeltumwandlung aufmerksam.

KMU-Spitzenreiter sind die ComTS Gesellschaften

In der KMU-Kategorie erzielten die ComTS Gesellschaften mit ihrem Pensionsplan den Spitzenplatz. Der Arbeitgeber folgte den Zielen des BRSG und schnitt seine bAV spezifisch auf Mitarbeiter mit niedrigen Einkommen zu. Dabei nutzte der Betrieb nach Ansicht der Jury optimal die neuen Fördermöglichkeiten wie bAV-Riester und Geringverdienerzuschuss. KraussMaffei folgt auf dem zweiten Rang. Der Maschinenbauer hat seine bAV neu gestaltet und stockte dabei das arbeitgeberfinanzierte Leistungsniveau erheblich auf. Die ganzheitlich konzipierte Lösung mit vereinfachter Administration integriert auch Arbeitnehmerbeiträge. Der Laborgerätehersteller Brand erreichte Platz drei. Das Unternehmen setzt bei der Überarbeitung seiner bAV auf eine gemeinsame Finanzierung durch Arbeitgeber und Arbeitnehmer und erzielte damit bei den Mitarbeitern eine große Resonanz.

Die Jury des Deutschen bAV-Preises, der 2013 von MCC und Willis Towers Watson initiiert wurde, setzt sich aus Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft sowie der Arbeitsgemeinschaft für betriebliche Altersversorgung e. V., des Versorgungswerks MetallRente und des Deutschen Instituts für Altersvorsorge zusammen. Der Wettbewerb wird von zahlreichen Unternehmen und Organisationen unterstützt, die “Personalwirtschaft” gehört zu den Medienpartnern.

Weitere Informationen sowie Interviews mit den Preisträgern gibt es > hier.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.

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