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Mindestlohnerhöhung hat keinen Personalabbau zur Folge

Geldscheine
Mitarbeiter müssen nach Mindestlohnerhöhung nicht um ihre Arbeitsplätze fürchten. Foto: © martaposemuckel /px

Die Randstad-Studie befragt quartalsweise bis zu 1000 Personalverantwortliche in deutschen
Unternehmen unterschiedlicher Größen und Branchen zu aktuellen Entwicklungen. Die Sonderfrage im
vierten Quartal 2019 bezog sich auf die jüngste Erhöhung des
Mindestlohns im Januar 2020 und die Reaktionen der Unternehmen darauf.

Der Mindestlohn scheint fünf Jahre nach
seiner Einführung zum normalen Bestandteil der deutschen Arbeitswelt
geworden zu sein und hat keine negativen Auswirkungen auf die Beschäftigungszahlen. Nur etwa die Hälfte der befragten Unternehmen (44 Prozent) reagieren auf die Kostensteigerungen in Folge der Mindestlohnerhöhung mit
angepasste Preisen, die sie an die Kunden weitergeben und lediglich
13 Prozent der Unternehmen wollen die Mehrkosten über eine Reduzierung der
Arbeitsstunden ausgleichen. Damit erfüllen sich Befürchtungen, der Mindestlohn würde zu einem flächendeckenden Personalabbau und
konjunkturellen Risiken führen, nicht.

Hans Christian Bauer, Director Social
Affairs und der Randstad Akademie bei der Randstad Gruppe Deutschland, erklärt:

Die insgesamt solide
Konjunktur und der anhaltende Fachkräftemangel haben zur Akzeptanz des
Mindestlohns beigetragen. Da neues qualifiziertes Personal schwer zu
finden ist, zählt für Unternehmen vor allem die langfristige Bindung
ihrer Mitarbeiter,

Da allerdings 15 Prozent der Befragten berichten, dass Mitarbeitern der
Mindestlohn nach wie vor vorenthalten wird, rät Bauer:

Hier braucht es eine
transparente Regelung zur Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben. Solche
verbindlichen Regelungen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern, wie
wir sie in der Zeitarbeit in Form des tariflich festgelegten Lohnniveaus
frühzeitig eingeführt haben, sichern die Rahmenbedingungen für
langfristigen wirtschaftlichen Erfolg.