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Azubis verdienen zwischen 515 und 1.505 Euro

Die Spanne der Vergütung für Azubis erstreckt sich von 515 Euro im Kfz-Gewerbe Thüringen im ersten Ausbildungsjahr bis zu 1.505 Euro im Bauhauptgewerbe West im vierten Ausbildungsjahr.

Regionale Unterschiede vor allem im Hotel- und Gaststättengewerbe

Betrachtet man beispielhaft das dritte Ausbildungsjahr, zeigen sich folgende regionale Differenzen bei den tariflichen Vergütungen: In der Metall- und Elektroindustrie fallen die regionalen Unterschiede relativ gering aus. Hier verdient ein Azubi in Nordrhein-Westfalen mit 1.008 Euro monatlich am wenigsten und in Baden-Württemberg mit bis zu 1.097 Euro am meisten. Auch in der chemischen Industrie sind die Abstände recht klein: Im Osten beträgt die Ausbildungsvergütung ab Juni 978 Euro, im Westen reicht sie von 976 Euro in Schleswig-Holstein und Bremen bis zu 1.060 Euro im Bezirk Nordrhein. Im Groß- und Außenhandel werden in Mecklenburg-Vorpommern 765 Euro gezahlt, in Hessen 943 Euro. In der Textilindustrie reichen die Vergütungen von 770 Euro im Osten bis zu 979 Euro in Hessen. Besonders groß sind die regionalen Unterschiede im Hotel- und Gaststättengewerbe: In Mecklenburg-Vorpommern gibt es 610 Euro, in Bayern dagegen 896 Euro – das ist die größte regionale Differenz.

Vereinbarte Differenzen zwischen Ost und West

In manchen Tarifbereichen bestehen nach wie vor vorgegebene Unterschiede in der Ausbildungsvergütung zwischen West und Ost, etwa im Bauhauptgewerbe: Die gewerblichen Auszubildenden erhalten im Westen 1.339 Euro und im Osten 1.056 Euro. Für Hamburg und Berlin gibt es Sonderregelungen. In der Gebäudereinigung variieren die Ausbildungsvergütungen bei den gewerblichen Auszubildenden zwischen 810 Euro im Osten und 900 Euro im Westen.

Deutschlandweite einheitliche Ausbildungsvergütungen

Bundesweit einheitliche tarifliche Ausbildungsvergütungen gibt es unter anderem bei Banken mit 1.025 Euro und Versicherungen mit 1.037 Euro, außerdem in der Druckindustrie (994 Euro), in der Papierverarbeitung (970 Euro) sowie bei der Deutschen Bahn (877 Euro), der Deutschen Post (920 Euro), der Deutschen Telekom (940 Euro) und im öffentlichen Dienst: Bund und Gemeinden zahlen 949 Euro, die Länder 941 Euro.

Das zeigt eine aktuelle Auswertung von Tarifverträgen, die das Tarifarchiv des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) in der Hans-Böckler-Stiftung vorgenommen hat.

Weitere Informationen gibt es hier.

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