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Portal will Mitarbeiterspenden vereinfachen

Spenden per Knopfdruck
Spenden per Knopfdruck: Portale wollen es Unternehmen und Beschäftigten möglichst einfach machen. (Foto: VRD – stock.adobe.com)

Die Zahl ist beachtlich: Eine Milliarde US-Dollar Spenden hat das kanadische Spendenportal Benevity 2020 an Non-Profit-Organisationen überwiesen. Das Konzept des Portals ist dabei grundsätzlich anders als das der Platzhiersche wie Betterplace und Helpdirect. Während diese auf Privatspender zielen, richtet sich Benevity an Unternehmen und dessen Mitarbeiter. Ein Unternehmen kann sich ein eigenes Benevity-Portal anlegen und darin Organisationen und deren Projekte in einer Übersicht anzeigen lassen. Die eigenen Mitarbeiter kann das Unternehmen somit zur Unterstützung dieser ausgewählten Projekte aufrufen.

“Im Portal können Unternehmen den Mechanismus einbauen lassen, jede Spende eines ihrer Mitarbeiter zu verdoppeln”, erklärt Philipp Hof vom Haus des Stiftens, das Benevity bei Markteintritt in Deutschland unterstützt. Auch Verwaltungs- und Transaktionskosten übernähmen manche Unternehmen, sodass 100 Prozent des gespendeten Geldes bei den Projekten ankommen würden.

Große Verbreitung in USA

“Viele Unternehmen wollen sich stärker gesellschaftlich engagieren und gleichzeitig einen engeren Kontakt zu ihren Mitarbeitern haben. Benevity verspricht, beides zu kombinieren”, so Hof. Auch das US-amerikanische Yourcause funktioniert nach diesem Prinzip. In Nordamerika ist diese Art des unternehmensverbundenen Spendens schon der Hit: 2017 hatten 250 der 1.000 größten US-amerikanischen Unternehmen eigene Portale auf Benevity. Tendenz steigend.

Inwieweit Plattformen ganz allgemein neue Spendensummen erschließen, bleibt dabei unklar. “In absoluten Zahlen bleibt das Spendenvolumen gleich, das Geld kommt nur über andere Wege”, zeigt Hof sich enttäuscht von den bisherigen Lösungen. Benevity jedoch rechnet er realistische Chancen aus, das Spendenvolumen auch absolut zu steigern, da es einen neuen Kontaktpunkt zu potentiellen Spendern erschließt.

Dennoch würden viele NGOs auch in Zukunft lieber direkt mit Unternehmen zusammenarbeiten statt über eine Plattform. “Wir haben schon jetzt Spendenverdopplungsaktionen mit Unternehmen, die eins unserer Projekt in ihrer Mitarbeiterschaft präsentieren und direkt über unsere Webseite verlinken”, sagt Nadine Steuer, Referentin für Online-Fundraising beim Internationalen katholischen Missionswerk Missio.

(Der Artikel ist in ähnlicher Form zuerst bei die-stiftung.de erschienen.)

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