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DAX-Pensionsverpflichtungen erreichten 2014 einen Höchststand

Die Pensionsvermögen betrugen im letzten Jahr 228 Milliarden Euro, 2013 waren es noch 198 Milliarden Euro. Damit sind 61 Prozent der Pensionsverpflichtungen mit spezifischem Vermögen bedeckt – gegenüber 65 Prozent in 2013. Die Dotierungen der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) der DAX-Unternehmen lag bei 10,6 Milliarden Euro.

Kostensteigerung durch EZB-Niedrigzinspolitik

Die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) wirkt sich stark auf die Finanzierungslage der betrieblichen Altersvorsorge deutscher Unternehmen aus. Vor allem der auf den Tiefstand von 2012 gefallene Rechnungszins von über 1,5 Prozent macht den Arbeitgebern zu schaffen. Zwar belastet er die Pensionsverpflichtungen und das Eigenkapital der Unternehmen, doch durch Sonderdotierungen zur Kapitaldeckung von mehr als zehn Milliarden Euro und höheren Erträgen bei den Pensionsvermögen konnten die Belastungen von den Firmen stark kompensiert werden. Zu diesen Ergebnissen kommt die Studie “DAX-Pensionswerke 2014” der Unternehmensberatung Towers Watson. Sie basiert auf den Angaben in den Geschäftsberichten für 30 DAX-Unternehmen.

Rückgang des Ausfinanzierungsgrades gefährdet Betriebsrenten nicht

Durch die niedrigen Zinsen ist auch der Ausfinanzierungsgrad – das Verhältnis von Pensionsverpflichtungen zu den Finanzmitteln, die zu ihrer Erfüllung zurückgestellt werden – der Planvermögen zurückgegangen. Der Ausfinanzierungsgrad betrug 61 Prozent und somit vier Prozent weniger als im Vorjahr. Nach Auffassung von Towers Watson gefährdet dieser Rückgang die Betriebsrenten aber nicht, da die Pensionsverpflichtungen der Unternehmen oftmals erst in Jahrzehnten fällig werden. Außerdem garantierten weitere Sicherungsmechanismen die Pensionszusagen für die Mitarbeiter.

Hohe Renditen trotz relativ niedrigen Aktienanteils

Ausländische Pensionsfonds investieren ihr Pensionsvermögen bis zu 52 Prozent in Aktien. Dagegen sind die Pensionsvermögen der DAX-Konzerne nur zu rund 21 Prozent in Aktien investiert. Damit sind sie nicht so anfällig für Marktverwerfungen und unterliegen weniger Schwankungen des Ausfinanzierungsgrades. Trotz des vergleichsweise niedrigeren Aktienanteils erzielten die DAX-Unternehmen 2014 hohe Renditen für ihre Pensionsvermögen. Insgesamt belief sich die Rendite auf das Planvermögen auf zwölf Prozent.

Arbeitnehmer erwarten attraktive bAV-Angebote

Angesichts eines weiterhin schwierigen wirtschaftlichen Umfelds auch im letzten Jahr haben die deutschen Unternehmen weiter in die Überarbeitung der betrieblichen Altersversorgung investiert. Denn immer mehr Arbeitnehmer erwarten von ihrem Unternehmen die Bereitstellung einer attraktiven Altersvorsorge. Laut Studie werden die Ansprüche der Mitarbeiter an die Unternehmen im Hinblick auf bAV-Leistungen weiter zunehmen. Damit spiele eine attraktive bAV auch für die Gewinnung und Bindung von Fachkräften eine wichtige Rolle.

Weitere Informationen unter:
www.towerswatson.com

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