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Gehälter der CEOs um 7,7 Prozent gestiegen

Schattenriss eines vor Freude hüpfenden Mannes vor einem Aktienchart über Deutschlandkarte
Die Vorstände der DAX30-Unternehmen durften sich 2017 über erhöhte Gehälter freuen.
Foto: © lisheng2121/Fotolia.de

Das Gehalt der Vorstandsvorsitzenden in DAX30-Unternehmen lag 2017 bei durchschnittlich 6,2 Millionen Euro. Damit betrug die Gesamtdirektvergütung 7,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Die ordentlichen Vorstandsmitglieder erhielten letztes Jahr im Schnitt rund 2,7 Millionen Euro, was einem Zuwachs von 4,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Das Gesamtbudget für die Vorstandsvergütung in einem DAX30-Unternehmen lag im Mittel bei rund 21,3 Millionen Euro, aus dem durchschnittlich 6,6 Vorstandsmitglieder (Gesamtvorstand inklusive Vorsitzendem) vergütet wurden. Das geht aus einer aktuellen DAX-Vorstandsstudie von > Kienbaum hervor, für die die Geschäftsberichte sämtlicher DAX Konzerne ausgewertet wurden.

SAP- und Daimer-Vorstandsvorsitzende zogen am meisten ein

Bei zwei der Vorstandsvorsitzenden übertrafen die Gehälter die durchschnittliche Vergütung bei weitem: So verdiente Bill McDermott, Vorstandschef von SAP, 19,8 Millionen Euro und damit dreimal soviel wie der Durchschnitt. Daimler-CEO Dieter Zetsche erhielt mit einer Vergütung von 12,9 Millionen Euro das Doppelte der durchschnittlichen Gehälter. Drei weitere Vorstandschefs kamen nahe an die Zehn-Millionen-Grenze heran. Deutlich unter dem Schnitt von 6,2 Millionen Euro lagen die Gehälter von Commerzbankchef Martin Zielke mit rund 1,9 Millionen Euro und von Dr. Rolf Martin Schmitz, CEO von RWE, mit 2,3 Millionen Euro.

Vorstandsziele bei variabler Vergütung im Schnitt übererfüllt

Die Ziele, die der kurzfristigen variablen Vergütung zugrunde liegen, haben im vergangenen Jahr 24 der DAX30-Firmen erreicht. Bei den Vorstandsvorsitzenden lag die durchschnittliche Zielerreichung bei 124 Prozent, bei den ordentlichen Mitgliedern bei 122 Prozent.

Natürlich sind solche Werte (…) Wasser auf die Mühlen einiger Kritiker, die schon lange bemängeln, dass die Vorstandsziele von vornherein nicht ambitioniert genug gesteckt sind,

sagt Alexander von Preen, Geschäftsführer bei Kienbaum. Doch das letzte Jahr sei für viele DAX Unternehmen ausgesprochen positiv gewesen. Auch das habe dazu geführt, dass die finanziellen Ziele in vielen Firmen erreicht oder übererfüllt wurden. Angesichts des aktuellen wirtschaftlichen Umfelds könne es mit solch hohen Zielerreichungen in absehbarer Zeit jedoch schon wieder vorbei sein, so von Preen.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.

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