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Nur Manager legen beim Gehalt auch mit 40plus noch zu

zwei Häufchen aufgetürmter Münzen, darüber jeweils Scrabble-Steine mit Aufschrift
Kleine Gehaltssprünge sind bei Fachkräften ohne Personalverantwortung ab 40plus nur noch durch Jobwechsel drin. Foto: © Andrey Popov/StockAdobe

Im Alter zwischen 18 und 30 Jahren verdienen Fach- und Führungskräfte hierzulande im Schnitt 43 400 Euro jährlich. Im Laufe ihres Berufslebens können sie beim Gehalt um durchschnittlich 50 Prozent zulegen. Der größte Gehaltssprung findet bei 31- bis 40-Jährigen statt; sie erreichen bereits eine Bezahlung von 56 400 – das entspricht einem Zuwachs von rund 30 Prozent. Arbeitnehmer, die zwischen 41 und 50 Jahre alt sind, können lediglich noch auf 15,6 Prozent mehr hoffen. Danach steigt der Verdienst nur noch minimal an. Das geht aus einer Auswertung des Gehaltsplaners von > Stepstone hervor; Grundlage der Analyse sind 200 000 Datensätze.

Ohne Personalverantwortung lassen Gehaltssteigerungen im mittleren Alter nach

Betrachtet man ausschließlich die Gehälter von Fachkräften, zeigt sich zunächst ein ähnliches Bild; bei ihnen findet der größte Verdienstanstieg im gleichen Zeitraum statt: Während die 18- bis 30-Jährigen im Schnitt noch mit 41 900 Euro vergütet werden, erhalten 31- bis 40-Jährige rund 51 900 Euro und damit 23,8 Prozent mehr Geld. Allerdings können sie anschließend bis zum 50. Lebensjahr nur noch mit vier Prozent zusätzlich rechnen.

Wer mit Mitte 40 keine Führungsposition einnehmen, aber trotzdem mehr verdienen möchte, kann sein Gehalt mit einem Jobwechsel positiv beeinflussen,

kommentiert André Schaefer, Gehaltsexperte bei Stepstone, die Zahlen. Die Analysen zeigten, dass bei Fachkräften ohne Führungsverantwortung auch im fortgeschrittenen Berufsalter bei einem neuen Job Steigerungen von rund drei Prozent möglich seien.

Gehaltssprung bei Führungskräften ab 40 fast so hoch wie zehn Jahre zuvor

Der Blick auf die Gehaltsentwicklung bei Führungskräften macht deutlich, dass der Zuwachs bei ihnen nicht nur höher ist, sondern sich die Vergütung auch im späteren Berufsleben noch dynamisch entwickelt. Arbeitnehmer, die ab dem Alter von 31 Personalverantwortung im unteren Management übernehmen, erzielen damit bereits einen Gehaltszuwachs von durchschnittlich knapp 40 Prozent. Werden sie ab 41 Jahren erneut befördert und erklimmen die mittlere Managementebene, können sie noch einmal 37 Prozent mehr verdienen – der Gehaltssprung ist damit fast genauso hoch wie in jüngeren Jahren.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.