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Die Viel- und Wenigverdiener 2017

Eine junge Friseurin färbt einer Kundin die Haare
Der Friseurberuf wird in Deutschland am drittschlechtesten bezahlt.
Foto: © contrastwerkstatt/Fotolia.de

Jedes Jahr veröffentlicht > Gehalt.de eine Liste der Best- und Schlechtverdiener hierzulande. Für die aktuelle Analyse wurden 203 307 Gehaltsdaten ermittelt. Untersucht wurden nur Berufe ohne Personalverantwortung.

Oberärzte bleiben die Spitzenverdiener

Wie auch schon 2016 sind Oberärzte auch in diesem Jahr mit durchschnittlich 116 937 Euro pro Jahr die Spitzenverdiener hierzulande. Im Normalfall haben Oberärzte keine Personalverantwortung, sondern lediglich eine Beraterfunktion. Die Berufsgruppe mit dem zweithöchsten Gehalt sind Fachärzte, die auf 78 004 Euro  kommen. Den dritten Platz in der Gehaltsskala belegen Fondsmanager mit 75 793 Euro, gefolgt von Corporate Finance Managern mit 75 420 Euro, die sich mit der Unternehmensfinanzierung befassen. Auf Platz fünf bis zehn stehen Key Account Manager, Patentingenieure, Versicherungsingenieure, Regionalverkaufsleiter, Syndikusse/Justitiare und Vertriebsingenieure. In diesen Berufen liegt das durchschnittliche Gehalt zwischen 72 609 und 68 058 Euro. Die Auswertung zeigt, dass für einen sehr gut bezahlten Beruf eine akademische Ausbildung vorausgesetzt wird.

Flop-Gehälter: von Zimmermädchen bis zu Berufskraftfahrern

Dem Oberarzt als Gehaltssieger mit 116 937 Euro stehen am untersten Ende der Verdienstskala Mitarbeiter im Zimmerservice gegenüber, die im Schnitt lediglich 19 373 Euro jährlich erhalten. Die zweitgeringste Bezahlung bekommen Küchenhilfen mit einem Jahresverdienst von 20 045 Euro. Überhaupt stammen die Berufe mit niedrigen Gehältern vorrangig aus den Branchen Gastronomie und Dienstleistung. Auf der Liste der zehn am schlechtesten bezahlten Tätigkeiten stehen jedoch sowohl Tätigkeiten, die zum Teil auch ohne Ausbildung ausgeübt werden, als auch reguläre Ausbildungsberufe. So müssen sich Friseure mit einem Jahresgehalt von nur 21 408 Euro mit dem drittschlechtesten Verdienst zufriedengaben. Kellner verhalten im Schnitt 22 272 Euro. Etwas mehr Geld in der Tasche haben Call Center Assistenten mit 24 778 Euro. Kassenpersonal kommt auf 24 842 Euro, Rezeptionisten verdienen 24 989 Euro und Köche 25 570. Zahnarzthelfer bekommen im Schnitt 26 925 pro Jahr und bei Berufskraftfahrern liegt das Gehalt bei 27 001 Euro.

Da manche der gering entlohnten Jobs relativ schnell zugänglich sind, gibt es laut Gehalt.de eine hohe Bewerberanzahl für diese Stellen. Dadurch entstehe eine Übersättigung an Arbeitskräften für diese Tätigkeiten, was die Löhne zusätzlich dämpfen könne. Darüber hinaus spielten Faktoren wie die Kapitalstärke der Branche sowie die Komplexität der Arbeit und Anforderungen an die Mitarbeiter eine entscheidende Rolle.