Aktuelle Ausgabe

Newsletter

Abonnieren

Master-Abschluss zahlt sich aus

Gezeichnete Darstellung einer Geldbörse mit Kreditkarten, Geldscheien und Münzen
Beste Chancen auf ein hohes Einstiegsgehalt haben Absolventen in Süddeutschland, in großen Unternehmen und in den deutschen Schlüsselindustrien. Bild: Mudassar Iqbal/Pixabay

Wer von der Uni kommt, hat gute Chancen auf ein besseres Gehalt als ein Nicht-Akademiker: Rund 20 Prozent haben Hochschulabgänger mehr in der Tasche als ihre Kollegen ohne akademischen Abschluss. Wer nach dem grundständigen Abschluss weiterstudiert, kann seine Chancen auf ein hohes Einstiegsgehalt weiter erhöhen. Masterabsolventen verdienen durchschnittlich 46.700 Euro, das sind über 5.000 Euro mehr als Jobeinsteiger mit Bachelor (41.300 Euro). Für Promovierte gibt es im Mittel sogar 40 Prozent mehr als für Bachelorabsolventen (57.469 Euro).

Das geht aus dem › Stepstone-Gehaltsreport für Absolventen 2019/20 hervor. Darin hat die Online-Jobplattform die Jahresbruttogehälter inklusive Sonderzahlungen und Boni von rund 11.000 Berufseinsteigern mit akademischer Ausbildung in Vollzeitanstellung und maximal zwei Jahren Berufserfahrung ausgewertet hat.

Studiengang und Branche entscheidend für Einstiegsgehalt

Demnach entscheidet sich das Einstiegsgehalt auch nach dem Studiengang. Gute Karten für ein hohes Einstiegsgehalt haben MINT-Kräfte im Allgemeinen, vor allem Mediziner. Sie verdienen zum Berufsstart durchschnittlich 51.700 Euro. Auch von Beginn an gut bezahlt werden Wirtschaftsingenieure (49.800 Euro) und Naturwissenschaftler (49.000 Euro). Auf den weiteren Spitzenplätzen folgen frisch gebackene Ingenieurwissenschaftler (48.800 Euro), Mathematiker und Informatiker (48.200 Euro) sowie Wirtschaftsinformatiker (48.000 Euro).

Vergleichsweise wenig verdienen zum Berufsstart dagegen Absolventen von Design-Studiengängen (35.900 Euro), in Geisteswissenschaften (35.500 Euro) und in Geschichts- und Kulturwissenschaften (35.200 Euro).

Besonders viel verdienen Berufseinsteigern in den großen Industriezweigen in Deutschland. Die Automobilbranche zahlt zum Start durchschnittlich 51.400 Euro. Auch Chemie- und Pharmaindustrie locken mit attraktiven Gehältern für Absolventen, Unternehmen aus diesen Branchen zahlen ihnen durchschnittlich 50.200 Euro.

Bei der Branchenbetrachtung werden die Gehaltsunterschiede besonders deutlich, in Bereichen mit den niedrigsten Einstiegsgehälter verdienen Berufseinsteiger teilweise mehr als 15.000 Euro weniger. Unternehmen im Sektor Bildung & Training zahlen 38.700 Euro, frisch Beschäftigte in Agenturen, Werbung und PR verdienen 36.200 Euro. Besonders schlecht zahlen Unternehmen in Freizeit, Touristik, Kultur und Sport: Hier gibt’s für Akademiker zum Start ins Berufsleben im Mittel gerade einmal 35.300 Euro.

Südliche Bundesländer liegen vorne

Auch wo Berufseinsteiger ihren ersten Job antreten, ist entscheidend für die Höhe der ersten Gehälter. Besonders viel gibt es beim Start ins Berufsleben in Bayern (47.200 Euro), Baden-Württemberg (47.000 Euro) und Hessen (46.800 Euro). Bei den Großstädten verdienen Berufsstarter besonders in Frankfurt am Main (48.800 Euro), Stuttgart und München (beide 48.500 Euro) viel. Vorne dabei sind auch Nürnberg (46.400 Euro) und Mannheim (46.200 Euro).

Am niedrigsten bezahlt werden Berufseinsteiger in Brandenburg (39.900 Euro), Thüringen (39.700 Euro) und beim Schlusslicht in Sachsen (38.700 Euro).

Große Firmen zahlen besser

Darüber hinaus hängt das durchschnittliche Einstiegsgehalt auch von der Unternehmensgröße ab. Dabei gilt laut Gehaltsreport: Je größer das Unternehmen, desto besser das Gehalt für Absolventen. Unternehmen mit über 1000 Mitarbeitern zahlen im Mittel 49.000 Euro, mittelgroße mit 501 bis 1000 Mitarbeitern lassen sich Hochschulabgänger durchschnittlich 45.800 Euro kosten. Unternehmen bis 500 Mitarbeiter zahlen 42.300 Euro jährlich.