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Gehaltsbiografien – Unterschiede nehmen im Alter noch zu

Das Einkommen steigt im zunehmenden Alter kontinuierlich an. Eine 40-jährige Fach- oder Führungskraft verdient im Schnitt 96 Prozent mehr als ein 20-jähriger Kollege. Das entspricht einem Gehaltszuwachs um etwa 27.000 Euro auf 54.819 Euro jährlich. Ein 60-Jähriger bekommt aktuell durchschnittlich 60.863 Euro.

Einkommensdifferenzen zwischen Männern und Frauen verschärfen sich mit den Jahren

Die Erwerbslücke zwischen weiblichen und männlichen Fachkräften liegt zu Beginn ihrer beruflichen Laufbahn bei etwa 4.500 Euro im Jahr. Mit zunehmenden Alter vergrößert sich die Differenz auf bis etwa 19.000 Euro. Dabei sinkt das Gehalt der Frauen ab dem 40. Lebensjahr ab. Bei ihren männlichen Kollegen ist das erst fünf Jahre später der Fall. Bei Führungskräften weitet sich die anfängliche Gehaltslücke zwischen Frauen und Männern von circa 13.000 Euro auf einen Abstand von 40.000 Euro mit zunehmendem Alter aus. Zudem steigt das Gehalt der männlichen Führungskräfte bis zum 55. Lebensjahr um insgesamt 106 Prozent an – das der Frauen erhöht sich dagegen nur bis zum Alter von 45 und lediglich um knapp 83 Prozent.

Akademiker verdienen fast das Doppelte wie Fachkräfte ohne Studium

Akademiker mit einem Master- oder Diplomabschluss erhalten durchschnittlich 72.000 Euro pro Jahr. Das ist fast doppelt soviel wie das Gehalt von Fachkräften, die bereits nach der mittleren Reife ins Berufsleben einsteigen und im Schnitt auf 36.200 Euro kommen. Je besser die Ausbildung, desto stärker fällt außerdem der prozentuale Gehaltsanstieg aus. Bei Nicht-Akademikern ist die Maximalvergütung bereits mit 35 Jahren erreicht, während das bei Berufstätigen mit Master und Diplom erst im Alter von 50 Jahren geschieht.

Das sind Ergebnisse der Studie “Gehaltsbiografie 2015″von Compensation-Online. Für die Untersuchung wurden aktuelle Gehaltsangaben von 227.687 Fach- und Führungskräften analysiert.

Weitere Informationen gibt es hier.