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Gleicher Anstieg geplant wie für dieses Jahr

Auf dem Tisch ein Taschenrechner mit
Same procedure as last year? Für 2018 rechnen deutsche Unternehmen wieder mit einer Gehaltserhöhung von 2,8 Prozent.
Foto: © Marco2811/Fotolia.de

Für das kommende Jahr planen die Unternehmen in Deutschland branchenübergreifend im Schnitt die gleiche Gehaltserhöhung wie für 2017. Faktisch hielt der Anstieg dieses Jahr nicht mit der Prognose mit. Während die IT-Branche die Gehälter am stärksten angehoben hat, rückt 2018 eine andere Branche nach vorn.

In diesem Jahr lag das durchschnittlich realisierte Gesamterhöhungsbudget der Gehälter hierzulande über alle Mitarbeitergruppen hinweg bei 2,5 Prozent. Das sind 0,3 Prozent weniger als das, was die Unternehmen ursprünglich geplant haben. Bereits im fünften Jahr in Folge setzten die Firmen nicht ihre vorgesehenen Pläne um. Der höchsten Gesamterhöhung erfreuten sich Mitarbeiter der IT-Branche; die Gruppe der “klassisch Angestellten” bekam 2,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Das sind Ergebnisse der Studie “Trends in der Vergütung” von > Lurse. Dafür wurden knapp 200 Unternehmen befragt, vorwiegend aus dem DAX- und MDAX-Umfeld und dem größerem Mittelstand. Untersucht wurden die Erhöhungsbudgets für die Mitarbeitergruppen Executives/Top Management, Middle Management/Professionals, Technicians/Administration/Clerical Staff (klassisch Angestellte) und Production Employees (klassisch Gewerbliche).

2018 größtes Erhöhungsbudget bei der Elektronik-Branche

Die Prognose für 2018 ergibt branchenübergreifend ein Gesamterhöhungsbudget von 2,8 Prozent über alle Mitarbeitergruppen – exakt der gleiche Wert wie für dieses Jahr. Die Betrachtung einzelner Branchen zeigt, dass Unternehmen in der Elektrotechnik in Sachen Gehaltserhöhung an der Spitze stehen: Hier planen die Arbeitgeber für das kommende Jahrdurchschnittlich 3,2 Prozent Budget ein. Dabei liegen die Mitarbeitergruppen Middle Management/Professionals sowie klassische Gewerbliche genau im Schnitt. Für das Top Management geht die Elektronikbranche von einer Steigerung um 2,9 Prozent aus und für die klassisch gewerblichen Angestellten rechnen die Firmen mit einer Erhöhung von 3,1 Prozent.

Niedrigster Gehaltsanstieg bei Banken und Versicherungen

Versicherungen und Banken planen für das nächste Jahr die geringsten Gehaltserhöhungen; die Kalkulation bewegt sich im Schnitt bei 2,2 Prozent. Auch in 2017 bildet die Branche mit zwei Prozent das Schlusslicht im Branchenranking, woran sich laut Lurse die Unsicherheit über die künftigen Entwicklungen dieser Unternehmen ablesen lässt.

Weniger Nullrunden fürs nächste Jahr vorgesehen

Auch Nullrunden wird es 2018 wieder geben, wie die Befragungsergebnisse zeigen, allerdings sollen sie begrenzt werden, vor allem gegenüber den tatsächlichen Nullrunden in diesem Jahr. Für 2017 hatten drei Prozent der Unternehmen im Bereich Middle Management/Professionals Nullrunden vorgesehen, doch tatsächlich verdoppelte sich der Anteil: Sechs Prozent der Firmen haben Nullrunden durchgeführt. Für die Mitarbeitergruppe Technicians/Administration/Clerical Staff waren die tatsächlichen Ergebnisse mit drei Prozent sogar dreimal so hoch wie der Planwert.

Für das kommende Jahr wollen lediglich zwei Prozent der Firmen Nullrunden für das mittlere Management einplanen – eine deutliche Korrektur nach unten gegenüber dem Vorjahr. Für das Top Management gehen fünf Prozent der Unternehmen von Nullrunden aus, auch ein niedrigerer Wert als für 2017.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.