Aktuelle Ausgabe

Newsletter

Abonnieren

Lebensmittelbranche: Wieviel Berufsanfänger verdienen

Im Schnitt verdienen akademische Berufsanfänger und Young Professionals im Food-Sektor derzeit 40.200 Euro brutto im Jahr. Je nach Studienabschluss fällt der Verdienst niedriger oder höher aus. Für die Studie “Einstiegsgehalt in der Lebensmittelbranche 2021”, die seit sieben Jahren durchgeführt wird, befragte Foodjobs.de vom 15. Juni bis zum 9. September dieses Jahres insgesamt 4.254 Berufseinsteiger und Young Professionals.

Das Durchschnittsalter der Berufseinsteiger in der Lebensmittelbranche liegt hierzulande bei 26 Jahren. 48 Prozent steigen sofort nach dem Studium in den Job ein. 28 Prozent finden innerhalb von drei Monate nach ihrem Abschluss eine Stelle, weitere 18 Prozent nach vier bis sechs Monaten.

Jeder zweite Jobanfänger verdient 36.000 bis 45.380 Euro

Gegenüber dem letzten Jahr sind die Gehälter der Nachwuchskräfte in der Branche leicht angestiegen auf 40.200 Euro inklusive Weihnachts- und Urlaubsgeld. Fast jeder Zweite (45 Prozent) erhält eine Weihnachtszuwendung in Höhe von durchschnittlich 2.700 Euro. Rund 50 Prozent der Young Professionals verdienen zwischen 36.000 und 45.380 Euro. Wie schon im vergangenen Jahr liegt der Verdienst von Frauen um circa acht Prozent niedriger als der ihrer männlichen Kollegen. Geschlechtsübergreifend geben gut drei Viertel der Studienteilnehmer (77 Prozent) an, dass sie zufrieden oder sehr zufrieden mit ihrer Bezahlung sind.

Ein BWL-Studium bringt beim Jobeinstieg finanziell am meisten

Über die Höhe des Einstiegsgehalt entscheidet zunächst das Studienfach der Young Professionals. Absolventen der Studiengänge BWL und Wirtschaftswissenschaften verdienen beim Berufseinstieg durchschnittlich 45.000 Euro brutto und liegen damit deutlich an der Spitze des Gehaltsrankings. Lebensmittelchemiker (40.800 Euro) und Lebensmitteltechnologen (40.700 Euro) bekommen auch noch mehr als der Durchschnitt, während die Bezahlung von Wirtschaftsingenieuren (39.900 Euro) und Ökotrophologen (37.050 Euro) sich deutlich unter dem  Mittelwert bewegt. Auch der Studienabschluss beeinflusst die Höhe des Gehalts. Wer an einer Universität studiert hat, beginnt im Schnitt bei 41.250 Euro, während Fachhochschulabsolventen sich mit 39.650  Euro begnügen müssen. Der Bachelor-Abschluss bringt 38.000 Euro, ein Master steigt bei 41.700 Euro ein.

Große Spannbreite je nach Branche und Unternehmensgröße

Daneben spielen Wirtschaftszweig, Branche, Funktionsbereich und Unternehmensgröße eine Rolle. Bei den Wirtschaftszweigen verspricht der Maschinen- und Anlagenbau mit 47.500 Euro das höchste Einstiegsgehalt. Auch im Bereich Zusatzstoffe/Aromen können Young Professional mit 43.200 Euro noch überdurchschnittlich viel verdienen. Weniger zahlen hingegen der Lebensmittelhandel (39.600 Euro) und die Lebensmittelindustrie (39.600 Euro), der Dienstleistungssektor (39.000 Euro) sowie Forschung und Lehre (36.000 Euro). Was die Branchen betrifft, liegt der Süßwarenbereich mit 42.000 Euro genau im Schnitt. Die Milchbranche rangiert mit 41.400 Euro dahinter. Am niedrigsten ist der Anfangsverdienst in der Obst- und Gemüsebranche mit 36.500 Euro. Die Analyse nach Funktionsbereichen zeigt, dass Young Professionals im Bereich Technik mit 44.600 Euro die Spitzenverdiener sind, dicht gefolgt von den Berufsanfängern, die Funktionen in Logistik/SCM/Einkauf innehaben (44.200 Euro). Wer seine berufliche Laufbahn in der Personalabteilung beginnt, kommt mit 42.000 Euro genau auf den Durchschnittswert. Im Vertrieb fällt das Gehalt mit 41.250 Euro etwas niedriger aus. Die Unternehmensgröße stellt ebenfalls einen wichtigen Faktor dar, der sich auf den Verdienst zu Berufsbeginn auswirkt. In Betrieben mit weniger als 50 Mitarbeitern sind durchschnittlich 36.000 Euro möglich gegenüber 43.300 Euro bei Unternehmen ab 500 Beschäftigten.

Arbeitgeber in Hessen zahlen Berufsanfängern die höchsten Gehälter

Die Studie nahm auch die Einstiegsgehälter der Lebensmittelbranche in verschiedenen Regionen unter die Lupe. Dabei zeigte sich, dass die Verdienstunterschiede im Stadt-Land-Vergleich nur marginal sind. Je nach Bundesland ergeben sich jedoch erhebliche Abweichungen, wobei nur Angaben aus acht Bundesländern vorliegen. Von diesen rangiert Hessen mit einem anfänglichen Durchschnittsgehalt von 46.500 Euro auf Platz eins. Auf den Folgeplätzen rangieren Unternehmen in Baden-Württemberg mit 41.350 Euro und Bayern mit 40.500 Euro. Am Ende der Skala liegt Berlin/Brandenburg, dort kommen Berufsanfänger lediglich auf durchschnittlich 36.000 Euro.

Weitere Informationen zur Studie gibt es > hier.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.