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Manager in Banken und Versicherungen bekommen mehr Geld

In den aufstrebenden Märkten Asien, Latein- und Südamerika können Manager der Finanzbranche dieses Jahr mit Gehaltserhöhungen zwischen fünf und acht Prozent rechnen. In Europa liegen die Anhebungen mit zwei bis drei Prozent deutlich dahinter, ebenfalls in Nordamerika, wo die Erhöhung der Gehälter nur zwischen 1,5 bis zwei Prozent liegt. Dies sind Ergebnisse des aktuellen Global Financial Services Executive Compensation Snapshot Survey von Mercer.

Versicherungen erhöhen die Gehälter stärker als Banken

Die voraussichtlichen Erhöhungen der Grundgehälter bewegen sich 2015 inklusive Lohn- und Gehaltsstopps zwischen 2,3 und 3,2 Prozent für Vorstände und liegen bei etwa 2,3 Prozent für das Senior Corporate Management. Insgesamt gehen die Banken dabei von geringeren Anpassungen aus als die Versicherungen. Der Großteil der befragten Organisationen erwartet, dass sich die durchschnittlichen Gehälter der übrigen Angestellten auf dem Niveau von 2014 bewegen werden, wobei der Ausblick in Europa und den Emerging Markets positiver ausfällt als in Nordamerika. Von den Versicherern erwartet mehr als ein Viertel einen Anstieg der Angestelltengehälter, im Bankensektor denken dagegen 85 Prozent, dass die Gehälter stabil bleiben.

Boni liegen meist auf Vorjahresniveau

Etwa 60 Prozent der Studienteilnehmer erwarten für 2015 ähnlich hohe Bonuszahlungen wie 2014, wogegen 20 Prozent von einer Steigerung ausgehen. Am ehesten ist mit Erhöhungen in den Bereichen Private Banking, Private Equity, Investment Banking sowie Schaden-/Unfallversicherungen zu rechnen. Dagegen werden im Bereich Fixed Income sowie für Angestellte in Stabspositionen geringere Boni erwartet.

Mehr als zwei Drittel der Firmen planen 2015 generell keine Veränderungen beim Verhältnis des variablen Gehalts zum Grundgehalt. Mindestens 15 Prozent wollen die variablen Anteile der Gesamtvergütung in den Bereichen Private Banking, Commercial Banking, Equities sowie Investment Banking erhöhen. Außerdem plant ein Viertel der Institute, nichtfinanziellen Kennzahlen mehr Gewicht in den Bonusplänen zu verleihen.

Rückforderungen kommen häufiger zum Einsatz

Die meisten Banken und zwei Drittel der Versicherer haben bereits eine obligatorische Aufschiebung von variablen Vergütungsbestandteilen etabliert. Mehr als 25 Prozent der nordamerikanischen Institute planen zudem, zukünftig häufiger von solchen Clawback-Regelungen (nach einer Sperrfrist) Gebrauch zu machen. Fast 14 Prozent wollen 2015 Malus-Regelungen stärker nutzen, um auch über längere Zeiträume reagieren und gegebenenfalls Zahlungen zurückfordern zu können.

Positionsabhängige Zulagen bei Banken beliebt

Mehr als 40 Prozent der Banken bieten ihren Mitarbeitern Zulagen, die von deren jeweiliger Position abhängen. In diesem Jahr wollen weitere zehn Prozent entsprechende Vergütungsbestandteile einführen, insbesondere in Nordamerika.

An der Studie haben 63 Finanzinstitute teilgenommen, davon 49 Prozent Banken, 37 Prozent Versicherungsunternehmen und 14 Prozent andere Finanzdienstleister. Die Studienteilnehmer stammen aus 18 verschiedenen Ländern, davon 47 Prozent aus Europa.

Weitere Informationen unter:
www.mercer.com