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Mehr Bezuschussung – mehr Mitarbeiterbeteiligung

Aktenhefter mit Beschriftung
Die meisten Unternehmen bevorzugen bei der bAV über Entgeltumwandlung unbürokratische Wege, was den Arbeitgeberzuschuss betrifft.
Foto: © DOC RABE Media-stock.adobe.com

Derzeit gewähren 64 Prozent der Unternehmen ihren Mitarbeitern einen Arbeitgeberzuschuss zur betrieblichen Altersversorgung per Entgeltumwandlung. Dabei bevorzugten sie, so Aon, “unbürokratische Lösungen”: 45 Prozent beteiligen sich pauschal mit einem bestimmten Prozentsatz des Umwandlungsbetrages und acht Prozent zahlen Festbeträge. Nur rund ein Viertel der Unternehmen (26 Prozent) wählt den im Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG) vorgesehenen Weg, die tatsächlich eingesparten Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung zu errechnen. Weitere 21 Prozent bevorzugen sonstige Methoden. Das geht aus einer Studie von Aon hervor, für die im Mai dieses Jahres 67 Unternehmen aus verschiedenen Branchen befragt wurden.

Bei Bezuschussung erzielen zwei Drittel der Arbeitgeber eine Mitarbeiterbeteiligung von mindestens 25 Prozent

Laut den Studienergebnissen führt ein hoher Arbeitgeberzuschuss in den meisten Fällen zu einer hohen Mitarbeiterbeteiligung. Wenn Unternehmen die Entgeltumwandlung bezuschussen, erreichen circa zwei Drittel von ihnen eine Mitarbeiterbeteiligung von über 25 Prozent. Ohne Arbeitgeberzuschuss liegt die Beteiligung bei lediglich einem Drittel. Eine hohe Mitarbeiterbeteiligung wird auch erzielt, wenn Arbeitgeber für die Entgeltumwandlung werben. Zwei Drittel (67,8 Prozent) der befragten Firmen geben an, dies mit kommunikativen Maßnahmen bereits zu tun. Dabei nutzen sie verschiedene Kanäle; besonders beliebt sind Erinnerungsnachrichten per E-Mail, individuelle Beratungsgespräche, Mitarbeiterveranstaltungen und Broschüren.

Corona-Krise beeinflusst Verhalten der Beschäftigten bei Entgeltumwandlung nicht

Ein verändertes Verhalten der Mitarbeiter aufgrund der Corona-Krise im Hinblick auf die Entgeltumwandlung hat die Studie kaum festgestellt. 55 Prozent der Unternehmen geben an, das Verhalten habe sich nicht wesentlich verändert, obwohl es keine oder kaum obligatorische Mitarbeiterbeiträge gibt. 22 Prozent sagen, es habe sich wegen obligatorischer Mitarbeiterbeiträge nicht wesentlich verändert. Nur vier Prozent stellen fest, dass die Arbeitnehmer die Entgeltumwandlung stärker als vor der Krise nutzen. Bei etwa ebenso vielen (fünf Prozent) nutzen die Mitarbeiter die Entgeltumwandlung allerdings in geringerem Maß als vorher. Die restlichen 14 Prozent machten keine Angabe. Bisher haben 17 Prozent der Unternehmen versucht, den Versorgungsgrad ihrer Beschäftigten zu erhöhen.

Die Ergebnisse der Studie können > hier zum Download angefordert werden.

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