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Mehr Nullrunden für Topmanager

Auch 2017 wollen einige Firmen die Gehälter ihrer Topmanager einfrieren.
Foto: © wetwater/Fotolia.de
Auch 2017 wollen einige Firmen die Gehälter ihrer Topmanager einfrieren.
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In diesem Jahr beträgt das durchschnittlich realisierte Erhöhungsbudget der Gehälter über alle Mitarbeitergruppen 2,6 Prozent. Das sind 0,3 Prozent weniger als die ursprüngliche Planung der Unternehmen für 2016. Dagegen liegt die Zahl der Nullrunden signifikant über dem, was ursprünglich vorgesehen war. Besonders betroffen davon ist das Top Management. Hier fielen die Nullrunden mit elf Prozent knapp drei Mal so hoch aus wie ursprünglich kalkuliert.

Für 2017 gehen die Unternehmen von einem Gesamterhöhungsbudget von 2,8 Prozent über alle Mitarbeitergruppen aus. Sieben Prozent der Firmen planen auch im kommenden Jahr für ihr Topmanagement eine Nullrunde, damit liegt der Planwert deutlich über dem für 2016. Das geht aus der Studie “Trends in der Vergütung 2016/2017” von > Lurse hervor. An der Untersuchung, die seit 15 Jahren jährlich durchgeführt wird, haben dieses Mal über 200 Unternehmen, vorwiegend aus dem Umfeld DAX, MDAX und größerem Mittelstand, teilgenommen.

Benefits als zukünftiges Top-Thema

Zukünftig drängt sich laut Studie das Benefit-Thema weiter in den Vordergrund, vornehmlich für nicht-tarifgebundene Unternehmen. Knapp drei Viertel (74 Prozent) der befragten Firmen gaben dies an. Unternehmen ohne Tarifbindung seien oft flexibler bei der Gestaltung ihrer Vergütungs- und Benefit-Lösungen, sagt Matthias Edelmann, Vorstand der Lurse AG, und zeitgemäße Benefits könnten die Arbeitgeberattraktivität im Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter deutlich erhöhen.

Talent Management und Leadership wichtigste HR-Themen

Talent Management und Leadership sind aktuell und auch künftig die HR-Themen mit der höchsten Priorität der befragten Unternehmen. Auf einer vierstufigen Skala wählen 70 Prozent der Teilnehmer die höchste oder zweithöchste Stufe; sie beschäftigen sich demnach intensiv damit. Für die Zukunft schätzen sogar 80 Prozent der Unternehmen dieses Thema als planungsrelevant ein.

Die Studie fragte auch nach der Relevanz des Themas Digitalisierung. Danach rangiert es derzeit über alle Firmengrößen hinweg unter den fünf wichtigstenThemen für die Unternehmen. Zukünftig wollen sich im Durchschnitt über 70 Prozent der Studienteilnehmer mit digitalen Strategien befassen.