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Rechtsreferenten verdienen am meisten

Hierzulande erfreuen sich Mitarbeiter der Finanzbranche der höchsten Gehälter.
Foto: © vege/Fotolia.de
Hierzulande erfreuen sich Mitarbeiter der Finanzbranche der höchsten Gehälter.
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Spezialisten – Angestellte ohne Personalverantwortung, die für ein Aufgabengebiet zuständig sind, für das ein Studium oder eine besondere Qualifikation wie ein Fachschulabschluss erforderlich sind – verdienen in deutschen Unternehmen im Schnitt 68 000 Euro pro Jahr. Die Spitzenverdiener unter den Spezialisten sind Rechtsreferenten, sie kommen durchschnittlich auf 81 000 Euro jährlich. Auf den Plätzen zwei und drei der Gehaltstabelle folgen Projektleiter in Forschung und Entwicklung mit 80 000 Euro Jahresgehalt und Außendienstmitarbeiter im Vertrieb mit 77 000 Euro.

Eine Promotion bringt 20 Prozent mehr Geld

Mit einer Promotion können Spezialisten ihren Verdienst noch erhöhen: Das durchschnittliche Jahresgehalt eines Spezialisten mit Promotion beträgt 83 000 Euro. Spezialisten mit einem Diplom- oder Master-Universitätsabschluss bekommen dagegen nur 71 000 Euro und das durchschnittliche Jahresgehalt eines Spezialisten mit Bachelor-Abschluss beträgt lediglich 57 000 Euro. Sachbearbeiter mit Master-Abschluss verdienen durchschnittlich 53 000 Euro jährlich und Fachkräfte mit Bachelor-Abschluss erhalten 48 000 Euro.

Chefsekretariat bei den Fachkräften vorn

Fachkräfte, die eine Ausbildung abgeschlossen haben und eine qualifizierte Tätigkeit ausüben, verdienen hierzulande durchschnittlich 47 000 Euro jährlich. Das höchste Gehalt bekommen Chefsekretariatskräfte mit 59 000 Euro. Am zweitbesten vergütet werden Konstruktionstechniker mit 52 000 Euro, dicht gefolgt von Servicetechnikern und Kundendienst-Mitarbeitern mit jeweils 51 000 Euro. Das geht aus einer aktuellen Studie von > Kienbaum hervor, die auf den Gehaltsdaten von rund 34 000 Spezialisten und Sachbearbeitern aus mehr als 650 Unternehmen basiert.

Die Finanzbranche zahlt am besten

Banken und Finanzdienstleister zahlen ihren Spezialisten mit durchschnittlich 78 000 Euro im Jahr die höchsten Gehälter. Pharmaunternehmen folgen auf Platz zwei, dort kommen Spezialisten im Schnitt auf 76 000 Euro. Am wenigsten verdienen Spezialisten in Druckereien und Verlagen (54 000 Euro) sowie Verbänden (60 000 Euro). Auch Fachkräfte verdienen in der Finanzbranche mit 52 000 Euro und in Versicherungen mit 51 000 Euro Jahresgehalt überdurchschnittlich gut.

Höchste Gehälter in Frankfurt und München

In den Ballungsräumen rund um die deutschen Großstädte verdienen Spezialisten und Fachkräfte am meisten: Spezialisten in Frankfurt am Main und München bekommen zwölf Prozent mehr als der Bundesdurchschnitt, in Düsseldorf erhalten Spezialisten neun Prozent mehr. In Berlin dagegen erhalten Spezialisten nur 82 Prozent des Bundesdurchschnitts, in Dresden, Leipzig und Halle sind es sogar lediglich 78 Prozent. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den Fachkräften: Sie verdienen in Düsseldorf am besten; dort beträgt das Gehalt 13 Prozent mehr als der Bundesdurchschnitt, gefolgt von Frankfurt am Main mit 11 und München mit 5 Prozent. Auch Fachkräfte verdienen in Berlin nur 87 Prozent und in Dresden, Leipzig und Halle lediglich 85 Prozent des Bundesdurchschnitts.

Mehr als jeder Zweite erhält einen Bonus

67 Prozent der Spezialisten und 52 Prozent der Sachbearbeiter erhalten neben dem Grundgehalt einen Bonus. 63 Prozent der Unternehmen nutzen dabei zielorientierte Systeme auf Jahresbasis. Die durchschnittliche Höhe der variablen Vergütung liegt bei Spezialisten bei 7 300 Euro oder zehn Prozent ihrer Gesamtvergütung und bei Fachkräften bei 2 700 Euro oder fünf Prozent der Gesamtvergütung.