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Wer verdient wieviel?

Ein Arzt hält ein Stethoskop an ein Sparschwein
Während Ärzte in Deutschland die Spitzenverdiener sind, werden Fach- und Führungskräfte in der Pflege am schlechtesten bezahlt.
Foto: © Andrey Popov/Fotolia.de

Fachkräfte ohne Personalverantwortung kommen hierzulande auf ein durchschnittliches Bruttojahresgehalt von 53 260 Euro. Führungskräfte erhalten 66 650 Euro. Fachkräfte mit akademischer Ausbildung verdienen deutlich mehr (64 970 Euro) als Angestellte ohne Studienabschluss (50 100 Euro). Diese Gehaltskluft von rund 40 Prozent wird auch durch langjährige Berufserfahrung nicht mehr geschlossen. Das geht aus dem Gehaltsreport 2018 von Stepstone hervor, für den in Deutschland 50 000 Fach- und Führungskräfte befragt wurden. Rund 30 Prozent der Teilnehmer waren Führungskräfte. Grundlage der Gehaltsangaben sind die durchschnittlichen Bruttojahresgehälter inklusive Boni, Provisionen und Prämien.

Niedrigste Gehälter in der Pflege

Ärzte stehen bei der Vergütung wie in den Vorjahren an der Spitze, aktuell liegt ihr Gehalt im Schnitt bei 84 230 Euro. Ebenfalls überdurchschnittlich bezahlt werden Banking-Spezialisten (70 890 Euro), Ingenieure (66 960 Euro) und IT-Spezialisten (64 840 Euro). Am Ende der Verdienstskala liegen Handwerk (38 860 Euro) sowie Pflege, Therapie und Assistenz mit lediglich 38 510 Euro Jahresgehalt.

Pharmabranche zahlt am meisten

Der Branchenvergleich zeigt, dass die Pharmaindustrie ihren Fach- und Führungskräften mit 69 380 Euro am meisten zahlt, gefolgt von Banken mit 69 210 Euro und der Autoindustrie mit 66 900 Euro. In Agentur, Werbung, Marketing und PR dagegen liegt die Durchschnittsvergütung mit 48 900 Euro weit unter dem Schnitt.

Personaler verdienen am besten im Maschinen- und Anlagenbau

Im Personalbereich beziehen Fach- und Führungskräfte im Schnitt 56 830 Euro jährlich. Der Anteil variabler Vergütungsbestandteile beträgt durchschnittlich 13 Prozent. Akademiker verdienen 61 700 Euro, Nicht-Akademiker 49 670 Euro. Bei HR-Mitarbeitern mit Personalverantwortung liegt das Gehalt um 30 Prozent höher als bei Fachkräften. Männliche Fach- und Führungskräfte bekommen rund 10 000 Euro mehr als ihre weiblichen Kollegen: Ihr Gehalt beträgt im Schnitt 63 670 Euro, das der Frauen nur 53 345 Euro. Im Maschinen- und Anlagenbau kommen Personaler mit 73 810 Euro auf das höchste Gehalt, während sie in Baugewerbe und -industrie mit 55 520 Euro am wenigsten verdienen. Das am besten bezahlte Berufsfeld ist die Beratung mit durchschnittlich 76 800 Euro. Entwicklung, Weiterbildung und Training folgen mit 70 460 Euro. Ein Personalreferent verdient im Schnitt 62 400 Euro. In Recruiting und Personalmarketing liegen die Gehälter mit 57 690 Euro schon niedriger und wer sich um Lohn und Gehalt kümmert, verdient durchschnittlich 51 590 Euro. Am besten verdienen Personaler in Hessen (62 330 Euro) und am schlechtesten in Brandenburg (39 560 Euro).

Großunternehmen zahlen fast ein Drittel mehr

Die Gesamtanalyse zeigt außerdem, dass das Gehalt von Fachkräften in großen Unternehmen ab 1000 Mitarbeitern mit 67 150 Euro im Schnitt 15 Prozent über dem Durchschnitt liegt. Wer bei einem Arbeitgeber mit mehr als tausend Mitarbeitern angestellt ist, verdient sogar 32 Prozent mehr als Mitarbeiter in Unternehmen mit weniger als 500 Mitarbeitern, die lediglich auf 51 040 Euro kommen.

Hessen vorn, Mecklenburg-Vorpommern am Ende der Gehaltsskala

Wie bei der Vorjahresauswertung steht Hessen im Vergleich der Bundesländer vorn mit einem durchschnittlichen Jahresgehalt von 63 350 Euro. Auf Platz zwei und drei folgen Baden-Württemberg mit 62 100 Euro und Bayern mit 61 700 Euro. In Brandenburg (44 240 Euro), Sachsen-Anhalt (44 220 Euro) und Mecklenburg-Vorpommern (42 650 Euro) verdienen Fachkräfte im Schnitt am wenigsten.

Der vollständige Gehaltsreport steht > hier zum Download bereit.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.