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Variable Vergütung bezieht weiche Faktoren mit ein

Sind Mitarbeiter und Kunden zufrieden, schlägt sich das inzwischen öfter in der variablen Vorstandsvergütung nieder. 
Foto: © ferkelraggae/Fotolia.de
Sind Mitarbeiter und Kunden zufrieden, schlägt sich das inzwischen öfter in der variablen Vorstandsvergütung nieder.
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Neun von zehn deutschen Firmen haben sich neben einem soliden finanziellen Ergebnis heute zusätzliche Unternehmensziele gesetzt: 84 Prozent haben Kundenzufriedenheit als Ziel verankert, 68 Prozent Nachhaltigkeit. Fast zwei Drittel (65 Prozent) der Firmen machen von diesen Zielen auch den variablen Vergütungsbestandteil ihrer Vorstandsmitglieder abhängig. Zu diesen Ergebnissen kommt eine aktuelle Untersuchung der > Korn Ferry Hay Group. Dafür wurden im Sommer dieses Jahres 100 deutsche Firmen nach ihren Unternehmenszielen befragt. Davon sind 62 Prozent an der Börse notiert, 38 Prozent befinden sich in privatem Besitz.

Ziele, die sich nicht in der variablen Vergütungsstruktur des Vorstands niederschlagen, laufen immer Gefahr, als Ziele zweiter Klasse behandelt zu werden,

sagt William Eggers, Senior Vice President und Experte für Vorstandsvergütung bei Korn Ferry Hay Group. Das Weglassen dieser Ziele an dieser strategisch relevanten Stelle könne auch dazu führen, dass nachgeordnete Ebenen sie als nachrangig einordnen. Außerdem reichten Sharehoulder Value und die Steigerung der Finanzkennzahlen nicht aus, um als Unternehmen langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben. Wer es ablehne, andere Ziele aus der zweiten in die erste Klasse zu versetzen, dem drohe es, von Kunden, Mitarbeitern und sonstigen Stakeholdern abgestraft zu werden, so Eggers.

Vor allem Mitarbeiter- und Kundenzufriedenheit zählen

Von den Unternehmen, in denen die sogenannten weichen Ziele die individuelle variable Vergütung des Vorstands beeinflussen, haben 80 Prozent die Mitarbeiterzufriedenheit als vergütungsrelevantes Ziel benannt. An zweiter Stelle steht mit 76 Prozent die Kundenzufriedenheit, gefolgt von Innovationsfähigkeit mit 69 Prozent, Nachhaltigkeit (65 Prozent) und Diversity (62 Prozent). Von den 35 Prozent der Firmen, die bisher außer dem finanziellen Ergebnis keine zusätzlichen für die Vorstandsvergütung relevanten Ziele festlegen, planen jeweils 44 Prozent die Einführung von Mitarbeiter- und Kundenzufriedenheit sowie Innovation als Ziele, gefolgt von Nachhaltigkeit und Diversity mit jeweils 38 Prozent und Integrität mit 25 Prozent. An letzter Stelle der weichen Ziele befindet sich mit 13 Prozent die Arbeitssicherheit.

Häufigstes Messinstrument sind Befragungen

Zur Messung der Mitarbeiterzufriedenheit führen die Unternehmen als häufigste Methode Befragungen durch, aber auch die Fluktuationsrate spielt eine wichtige Rolle. Die Kundenzufriedenheit erheben die befragten Firmen zumeist ebenfalls durch Befragungen. Unmittelbare Feedbackgespräche werden mit Mitarbeitern öfter durchgeführt als mit Kunden. Im Bereich Nachhaltigkeit definieren die Unternehmen zur langfristigen Leistungsmessung zuvor festgelegte Messgrößen; allgemeine Ökologieindizien spielen eine eher untergeordnete Rolle. Der Faktor Diversity wird anhand von Belegschaftsanalysen ermittelt und der Innovationsgrad am Produktportfolio.

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