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Vergütung der DAX-Vorstände legt zu

Ein DAX-Vorstandsvorsitzender kam im vergangenen Jahr auf durchschnittlich 5,3 Millionen Euro; im Vorjahr lag die Vergütung noch bei 5,1 Millionen Euro. Die im DAX gelisteten Unternehmen steigerten ihren EBIT (Gewinn vor Zinsen und Steuern) um durchschnittlich 15 Prozent auf 4,2 Milliarden Euro.

Allerdings gibt es zwischen den Bezügen der einzelnen DAX-Vorstandsvorsitzenden deutliche Unterschiede. So erhielt der Vorstandsvorsitzende von K+S, Norbert Steiner, rund 2,1 Millionen Euro. Am oberen Ende der Spanne befindet sich Prof. Dr. Martin Winterkorn, Vorstandsvorsitzender von Volkswagen. Seine Bezüge beliefen sich auf etwa 15,6 Millionen Euro. Mit rund 8,4 Millionen Euro nimmt Daimler-CEO Dr. Dieter Zetsche eine Mittelposition ein. Das sind Ergebnisse der aktuellen Studie “Vorstandsvergütung im DAX 2014” von Towers Watson. Sie basiert auf den Angaben in den Geschäftsberichten von 23 der 30 DAX-Unternehmen.

Unternehmenslenker in Europa und den USA verdienen mehr

Im Vergleich zu Vorständen in anderen europäischen Ländern und den USA fällt die Vergütung der Unternehmenslenker hierzulande etwas niedriger aus. So zahlten die Wirtschaftskapitäne aus Deutschland, die im europäischen Index Dow Jones STOXX Europe 50 gelistet sind, ihren Vorstandsvorsitzenden durchschnittlich 5,9 Millionen Euro; 2013 waren es noch sechs Millionen Euro. Hingegen gewähren die nicht-deutschen Unternehmen im selben Index ihren Vorstandsvorsitzenden im Schnitt rund 6,5 Millionen Euro. Die CEOs der im US-Index Dow Jones Industrial gelisteten Unternehmen erhielten für 2014 durchschnittlich sogar etwa 13,2 Millionen Euro (die Angaben basieren auf den für 2014 bereits veröffentlichten Geschäftsberichten).

Vergütung wird transparenter

Seit 2013 empfiehlt der Deutsche Corporate Governance Kodex (DCGK) die Verwendung von Vergütungstabellen im Geschäftsbericht. Damit beschreiben die Unternehmen die Vergütungssysteme ausführlich und sorgen für mehr Transparenz. Die seit Mitte 2014 geltende Kodex-Fassung verbessert durch die verpflichtende Angabe der Zielwerte der nicht-aktienbasierten, langfristigen Vergütungsbestandteile weiter die Anwendung und damit die Vergleichbarkeit der Vorstandsvergütung im Zeitverlauf und zu anderen Unternehmen. Aktuell verwenden bis auf ein Unternehmen alle DAX-Mitglieder den vom DCGK empfohlenen Ausweis in den bereits veröffentlichten Geschäftsberichten für 2014.