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Wer sich kümmert, gewinnt

Unternehmen, die ihren Mitarbeitern gegenüber fürsorglicher sind als andere, profitieren davon in mehrerlei Hinsicht. 
Bild: © Jakub Jirsák/Fotolia.de
Unternehmen, die ihren Mitarbeitern gegenüber fürsorglicher sind als andere, profitieren davon in mehrerlei Hinsicht.
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55 Prozent der europäischen Unternehmen geben an, dass ihnen Fürsorgepflicht dabei hilft, Top-Talente zu rekrutieren und zu binden. Die wichtigsten Bereiche sind Schutz vor Diskriminierung, Sicherheit am Arbeitsplatz, Arbeitsbedingungen und flexible Arbeitszeitgestaltung. Dabei macht der Mittelstand häufig attraktivere und modernere Angebote als große Konzerne. Eine zunehmend wichtige Rolle spielen Kanäle und Tools, etwa das Intranet oder Apps, um das Angebot bereitzustellen, aber auch um den Bedarf zu ermitteln und zu justieren. Das zeigt die Studie “Reworking Duty of Care” des Schaden- und Unfallversicherungsunternehmens Chubb. Dafür wurden 240 Unternehmen in Europa befragt, darunter auch in Deutschland.

Höhere Produktivität und bessere Unternehmensergebnisse

Fast sechs von zehn der befragten Unternehmen (58 Prozent) sagen, dass ihre Grundsätze der Fürsorgepflicht dazu beitragen, die Abwesenheitszeiten von Mitarbeitern zu reduzieren und damit die Produktivität zu erhöhen. Und 57 Prozent der Arbeitgeber sehen einen Zusammenhang zwischen vermehrter Fürsorge und höheren Unternehmensgewinnen.

Moralische Verpflichtung statt Vorschriftenbefolgung bringt mehr

Dabei zeigt sich, dass Firmen, die ihre Fürsorgeangebote nicht allein aufgrund von Vorschriften machen, sondern aus seiner moralischen Verpflichtung heraus, erfolgreicher sind. Über sieben von zehn Unternehmen, die einen ganzheitlichen Ansatz bei der Fürsorgepflicht verfolgen, erkennen eine erhebliche Steigerung ihrer Unternehmensrentabilität und fast acht von zehn verzeichnen geringere Abwesenheiten vom Arbeitsplatz. Diese Unternehmen sind sich auch der Bedürfnisse ihrer Mitarbeiter besser bewusst: Zum Beispiel bieten 68 Prozent von ihnen flexible Arbeitsbedingungen, während es bei den anderen, die sich nur an Regularien halten, nur 38 Prozent sind. Unternehmen aus den Branchen Chemie und Telekommunikation weisen den höchsten Grad moralischer Verpflichtung auf, während sich der Einzelhandel und der Bildungssektor zumeist nur an die gesetzlichen Mindestanforderungen halten.

Reiseversicherungen vor allem für die Chefs

Die Studie untersuchte unter anderem, ob und welche Versicherungen die Unternehmen für ihre Mitarbeiter anbieten. Eine Versicherung am Arbeitsplatz gibt es in weniger als der Hälfte (46 Prozent) der Betriebe. Lediglich 24 Prozent bieten eine Reiseversicherungsdeckung für die ganze Belegschaft an. Auf internationalen Geschäftsreisen profitieren 49 Prozent der Geschäftsführer und des oberen Managements und 28 Prozent auf Abteilungsleiterebene von diesem Versicherungsschutz.

Der Studienbericht steht in englischer Sprache zum > Download zur Verfügung.

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