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Bedingungen moderner HR-Arbeit

Frau mit virtuellen HR-Symbolen
Modernes Human-Resources-Konzept.
Foto: © photon_photo-stock.adobe.com

Drei Viertel der Unternehmen (74 Prozent) halten Human Capital Management für wichtig oder sehr wichtig, so > ADP. Allerdings befinde sich die Arbeitswelt und damit auch der Personalbereich in einem umfassenden Wandel, der neue Lösungen und Innovationen hervorbringe, aber auch Herausforderungen. Personalverantwortliche hätten die Aufgabe, die Probleme zu bewältigen, die ein agiles Geschäftsumfeld, mobile Belegschaften sowie ein unsicheres wirtschaftliches und politisches Klima mit sich bringen, so Henri Schmidt, Senior Director Implementation & Business Development Germany & Poland bei ADP. Seiner Ansicht nach sind vier Schritte oder Faktoren ausschlaggebend dafür, eine moderne HR-Strategie umzusetzen:

Mitarbeiterorientierung durch Self-Service-Tools  

Um zufriedene motivierte Mitarbeiter zu erzielen und deren positive Erfahrung nach innen und außen zu kommunizieren, empfiehlt Schmidt, komplexe Prozesse und Richtlinien mithilfe von Automatisierung und Self-Service-Angeboten für Mitarbeiter umsetzen. Dabei sei es wichtig, Talenten Kompetenzen zu übertragen: Mitarbeiter könnten ihre Performance und Beurteilungen digital verfolgen und behielten so ihre Karriereentwicklung im Blick, die sie selbst aktiv durch die Buchung von Schulungen steuern können. Durch Nachfolgepläne für wichtige Positionen unter Berücksichtigung der Leistungen und Karriereambitionen der Mitarbeiter könnten die Auswirkungen plötzlicher Änderungen in der Belegschaft aufgefangen werden.

Flexible Arbeitsmodelle

Bereits vor der Corona-Krise wünschten sich Mitarbeiter vermehrt neue Arbeitskonzepte und fühlten sich nicht mehr so stark an übliche Bürozeiten und traditionelle Standorte gebunden, so ADP. Laut einer Analyse bevorzugt mehr als jeder zweite Arbeitnehmer in Europa (56 Prozent) eine viertägige Arbeitswoche. Schmidt ist davon überzeugt, dass der Anteil dieser Mitarbeiter künftig zunehmen wird. Ein flexibles Team-Management werde somit zur Grundlage für den Unternehmenserfolg.

Datenanalysen als transparente Entscheidungsgrundlage

Zu einem modernen Unternehmen und einem modernen HR-Bereich gehören zuverlässige Datenanalysen, die Transparenz bieten, Trends aufzeigen und auf deren Grundlage Entscheidungen getroffen werden, sagt Henri Schmidt. Kennzahlen, die nicht im akzeptablen Bereich liegen, könnten sofort gemeldet werden und würden damit nicht unbemerkt zu schwerwiegenden Problemen entwickeln.

Human-Capital-Management-Lösungen

Mit digitalen Tools könne die Zusammenarbeit zwischen den Abteilungen gefördert und strategische Entscheidungsprozesse im Unternehmen könnten optimiert werden, so die Aussage. Durch Human-Capital-Management-Lösungen, die HR-, Talent- und Gehaltsabrechnungssysteme zusammenfassen, könnten Kosten und Aufwand eingespart werden. HR-Abteilungen werde dadurch die Arbeit erleichtert und sie könnten sich verstärkt dem Mitarbeiterengagement widmen.

Wenn Personalleiter diese Aspekte berücksichtigen und sich nicht mehr in Verwaltungsaufgaben verzetteln, könnten sie eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung und Umsetzung der übergeordneten Unternehmensstrategie übernehmen und würden unverzichtbar für die Transformation der Arbeitswelt, so Schmidt.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.