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HR-Trends und Handlungsfelder 2019 aus BPM-Sicht

Ein Mann im Business-Anzug von hinten gesehen schaut in die Ferne, Symbole für HR-Management bzw. Mitarbeiter in einem Netzwerk vor Augen
Vor welchen Herausforderungen stehen Persoanler in diesem Jahr? Ein Konzeptpapier des BPM zeigt aktuelle Trends auf.
Foto: © peshkova/StockAdobe

Nach Einschätzung des BPM befindet sich die Personalarbeit dieses Jahr in einem Spannungsfeld zwischen den Möglichkeiten digitaler Tools und einem verschärftem Fachkräftemangel. Die Liste der zehn wichtigsten Trends und Handlungsfelder zeigt, worauf sich HR-Manager 2019 einstellen sollten.

Digital HR – Nutzen intelligenter Technologien ethisch ausloten

Laut BPM kommt die digitale HR in der Praxis an. Automatisierte Prozesse im Recruiting führen zu schnelleren Einstellungen der Bewerber. Jetzt gehe es vor allem darum, den Nutzen der intelligenten Technologien ethisch auszuloten. Wie und auf welcher Stufe der Personalprozesse Künstliche Intelligenz nutzbringend ist, um die richtigen Entscheidungen treffen zu können, sollten Personaler jetzt auf die Agenda setzen.

Digitale Bildung – ein neuer Bildungskanon für die digitale Arbeitswelt

Nach Ansicht von BPM-Präsidentin Dr. Elke Eller bilden Fachwissen, IT-Wissen sowie soziale und personale Kompetenzen den neuen Bildungskanon für die digitale Arbeitswelt. Entpsrechend plädiert der BPM für eine Neuausrichtung der Weiterbildungsangebote in den Betrieben sowie für eine neue Lern- und Bildungskultur in den Ausbildungseinrichtungen. Personaler stünden nun vor der Herausforderung, für diesen Bedarf entsprechende Lernangebote zu entwickeln.

Future of Work: zwischen Selbstverantwortung und Kollaboration

Die Erwartungen der Mitarbeiter hinsichtlich mobilen Arbeitens nehmen weiter zu, so das Konzeptpapier, HR müsse nun die Rahmenbedingungen dafür schaffen und die Möglichkeiten der Flexibilisierung für gewerbliche Mitarbeiter prüfen. Vor dem Hintergrund, dass Aufgaben und Themenstellungen komplexer würden und sich nur noch in interdisziplinären Teams lösen ließen, werden aus BPM-Sicht Co-Working-Konzepte, ortsunabhängiges Arbeiten und neue kollaborative Methoden der Zusammenarbeit im Team zur Standardanforderung für den Arbeitsplatz der Zukunft. Personaler stünden jetzt vor der Aufgabe, aus den zahlreichen Möglichkeiten für jeden Mitarbeiter einen individuell passenden Rahmen zu konzipieren.

Mitarbeitergewinnung als Kernherausforderung auf dem Bewerbermarkt

2019 wird die Gewinnung von Fachkräften laut Konzeptpapier zur Kernherausforderung. Insbesondere die Ansprache ausländischer Fachkräfte rücke in den Fokus. Darüber hinaus brauche die Bewerberansprache neue zeitgemäße Vorzeichen, um Fach- und Führungskräfte zu aktivieren. Nach aktuellen Studien würden diese Zielgruppen immer wechselbereiter. In erster Linie blieben sie zwar ihrer Kompetenz treu, aber nicht ihrem Arbeitgeber. Bisherige Rekrutierungsmechanismen und Karriereangebote würden daher obsolet.

Mitbestimmung 4.0: Der Betriebsrat als Partner für flexibles Arbeiten

Die Debatte um Mitbestimmung werde dieses Jahr volle Fahrt aufnehmen, so der Verband. Den Betriebsräten komme im Sinne einer zukunftsorientierten Sozialpartnerschaft eine wichtige Rolle bei der Gestaltung flexibler Arbeitsmodelle und entsprechender Vereinbarungen zu. Im Schulterschluss mit HR gehe es nun darum, die Betriebsverfassung an Veränderungen anzupassen und daraus sinnvolle neue Regeln für die Mitbestimmung abzuleiten.

Diversity wird zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor 

Viele Stakeholder sowie die Unternehmen selbst haben laut BPM inzwischen erkannt, dass sie im Wettbewerb erst erfolgreich sind, wenn Mitarbeiter unterschiedlicher Prägung und aus unterschiedlichen Kulturen in Teams zusammenkommen. Diversity und Inklusion bräuchten jetzt mehr Messbarkeit und Businessorientierung, das Reportung rund um das Thema Diversity werde sich weiter professionalisieren.

HR als Potentialentfalter

Auch in Zeiten der Digitalisierung steht der Mitarbeiter im Mittelpunkt der Personalarbeit, so der Verband. Dabei komme es im Zuge einer wachsenden Technisierung vor allem darauf an, Mitarbeiter darin zu unterstützen, ihre Potenziale zu entfalten.

Führungskräfte sind als Vorbilder und Coaches gefragt

Mit wachsender Business-Komplexität und fortschreitender Digitalisierung muss auch die Führung agiler werden, so eine der Thesen. Führungskräfte müssten sich den steigenden Anforderungen im Kontext agiler Organisationen stellen – weg von Kontrolle hin zu mehr Unterstützung der Mitarbeiter. Aufgabe von HR sei hier, im Dialog mit den Mitarbeitern der Führungsetage gezielte Hilfestellung zu geben. Das Ziel sollte sein, Führungskräfte zu Coaches und Vorbildern zu entwickeln.

Würdest du deinen Arbeitgeber empfehlen?  Employee Experience und Employee Engagement stärken

Der Employee-Experience-Ansatz hilft Personalmanagern, die Sicht des Mitarbeiters einzunehmen, wenn es um die Akzeptanz von HR-Services geht. Der BPM ist davon überzeugt, dass der Ansatz in 2019 weiter an Bedeutung gewinnen und die Haltung von HR gegenüber Mitarbeitern nachhaltig verändern wird.

Betriebliches Gesundheitsmanagement als Anti-Entgrenzungs-Strategie

Bedingt durch mobile Technologien und flexible Arbeitszeiten verschmelzen Lebens- und Arbeitswelt immer stärker miteinander. Personalmanager, so das Konzeptpapier, werden zunehmend mit den Auswirkungen der Entgrenzung von Berufs-und Privatleben konfrontiert. Für die HR-Entscheider gehe es jetzt verstärkt darum, Vorkehrungen dafür zu schaffen, die schleichende Entgrenzung nicht zum Gesundheitsrisiko werden zu lassen. Das betriebliche Gesundheitsmanagement sollte integraler Bestandteil der Unternehmenskultur sein, um Achtsamkeit und Resilienz der Belegschaft zu stärken.

Das vollständige Konzeptpapier zu den zehn Trends und Handlungsfeldern steht zum > Download bereit.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.

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