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„Kulturelle Unterschiede machen die Zusammenarbeit reizvoll“

Portrait Peter Björn Offtermatt
Peter Björn Offtermatt, Foto: © privat

Personalwirtschaft: Warum sind Sie von Ansaldo Energia Switzerland zu Valeo gewechselt?
Peter Björn Offtermatt: Hauptbeweggrund für meinen Wechsel war die Tatsache, dass Valeo eine herausfordernde Stelle mit Gesamtverantwortung im aktuell spannenden Automotive-Umfeld bietet. Und nach über sieben Jahren in der Schweiz war ich offen für eine Rückkehr nach Deutschland.

Damit verließen Sie auch die Energiebranche, in der Sie jahrelang tätig waren. Was im Einzelnen hat Sie am Bereich Automotive gereizt?
Valeo ist Partner aller Automobilhersteller weltweit. Als Technologieunternehmen bieten wir innovative Produkte an, die zur Reduzierung der CO2-Emissionen und zur Entwicklung autonomer und vernetzter Fahrzeuge beitragen. Die von uns entwickelten und hergestellten Hightechprodukte sind wichtige Schnittstellen der Umwälzungen, die die heutige Automobilindustrie bewegen. Die Position als HR Director von Valeo Deutschland ist daher sehr attraktiv.

Sowohl die Energie- als auch die Automobilbranche befinden sich im Umbruch. Welche Gründe hat es, dass Sie sich wiederholt solchen vermeintlich besonders schweren Aufgaben stellen?
Ich hatte in meinen beruflichen Positionen immer das Vergnügen, gestalten zu dürfen – und diese Spielräume sind in Zeiten des Umbruchs sicher größer als in einem statischen Umfeld. Ich würde es ohnehin eher positiv sehen und nicht von einem Umbruch, sondern von Herausforderungen sprechen. Die Automobilbranche ist eine der innovativsten überhaupt. Die Dynamik des gesamten Themenkomplexes Mobilität ist extrem hoch und spannend zugleich.

Inwiefern beeinflusst diese Dynamik Ihre Arbeit?
Valeo ist für den aktuellen Wandel in der Automobilbranche gut aufgestellt. Von Bremsscheiben, Scheinwerfern und Scheibenwischern bis hin zu hoch komplexen Sensoren, Kameras und Lidar-Technik für die autonom fahrenden Fahrzeuge oder auch Komponenten für die E-Fahrzeuge der Zukunft deckt das Portfolio eine sehr große Bandbreite ab. Daraus ergibt sich ein nicht weniger breiter Bedarf an Fachkräften. Im Kampf um die besten und qualifiziertesten Talente sind deshalb flexible Konzepte und gute Ideen gefragt – wobei das natürlich nicht nur für unsere Branche gilt.

Sie waren bereits in mehreren Ländern Europas tätig, die Muttergesellschaft von Valeo hat ihren Sitz in Frankreich. Wie prägen die internationalen und interkulturellen Erfahrungen Ihre Arbeit?
Valeo ist als multinationales Unternehmen stolz auf seine diversifizierte Belegschaft. Aber auch die lokalen Besonderheiten werden immer geschätzt und respektiert. Im Alltag ist es die Vielfalt der kulturellen Unterschiede, die die Zusammenarbeit reizvoll macht.

Achten Sie bei Bewerbern auf Auslandserfahrung?
Je nach Position ist Mobilität beziehungsweise bereits gesammelte Auslandserfahrung der Bewerber von Vorteil. Soziale Kompetenz und Teamfähigkeit sind in internationalen Teams ebenfalls sehr wichtig.

Worin sehen Sie in Ihrer HR-Arbeit die vordringlichste Aufgabe der nächsten zwölf Monate?
Wichtig ist es für mich, Valeo als Arbeitgeber im umkämpften Fachkräftemarkt weiterhin richtig zu positionieren – schließlich benötigen wir talentierte Mitarbeiter, um im internationalen Wettbewerb unsere Kunden optimal bedienen zu können.

› Mehr zum Thema automobiler Wandel lesen Sie in Ausgabe 10/19 auf den Seiten 22 bis 33.

David Schahinian arbeitet als freier Journalist und schreibt regelmäßig arbeitsrechtliche Urteilsbesprechungen, Interviews und Fachbeiträge für die Personalwirtschaft.

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