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HR setzt stärker auf Nachhaltigkeit

Symbolisches gläsernes Haus mit Baum darin auf Schreibtisch
Grüner arbeiten im Homeoffice? Laut einer Befragung trägt flexibles Arbeiten zur Nachhaltigkeit bei.
Foto: © guy-stock.adobe.com

Auf die Frage, welche Maßnahmen sie für mehr Nachhaltigkeit ergriffen haben, antworteten fast drei Viertel der Unternehmen (72 Prozent), dass sie Mülltrennung betreiben. 58 Prozent sparen Strom und Wasser ein. Gleich an dritter Stelle rangiert ein HR-Aspekt: 48 Prozent der Arbeitgeber sagen, dass sie flexiblere Arbeitsmodelle einsetzen. Dazu gehören vor allem Homeoffice-Lösungen, die sich in der Corona-Krise zunehmend etabliert haben. Knapp jeder dritte Personalleiter (30 Prozent) misst mobilem und flexiblem Arbeiten allgemein eine höhere Bedeutung zu. Das geht aus einer Sonderfrage zum Thema Nachhaltigkeit im Rahmen einer Personalleiterbefragung von > Randstad in Zusammenarbeit mit dem Ifo Institut vom ersten Quartal dieses Jahres hervor. An der Befragung haben rund 1000 Personalverantwortliche aus Unternehmen unterschiedlicher Größe und Branchen teilgenommen.

Gut vier von zehn der befragten Arbeitgeber (43 Prozent) sehen im Personalbereich großes Potenzial, die Nachhaltigkeit im eigenen Betrieb voranzutreiben. Damit liegt Nachhaltigkeit als HR-Konzept auf Platz zwei hinter der Ressourceneffizienz, die knapp drei Viertel der Befragten (73 Prozent) nennen.

Nachhaltigkeit für Mitarbeiterbindung wichtig

Laut Andreas Bolder, Director HR bei Randstad Deutschland, können auch das Arbeitsklima und die Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen von flexiblen Arbeitsbedingungen profitieren. Für die Hälfte der Unternehmen (52 Prozent) ist die langfristige Mitarbeiterbindung laut Studie eine zentrale Motivation, sich für mehr Nachhaltigkeit zu engagieren. 48 Prozent geben an, bereits konkrete Maßnahmen ergriffen zu haben, um das Personal langfristig zu binden.

Nachhaltiges Engagement auch für die Arbeitgebermarke relevant

Nachhaltigkeit spielt auch für das Employer Branding eine relevante Rolle. Das zeigt eine weitere Umfrage zum Thema von Randstad in Kooperation mit Civey vom März dieses Jahres. Über das Netzwerk konnten die Besucher von etwa 25 000 Webseiten ihre Meinung abgeben. Danach ist Nachhaltigkeit für gut ein Drittel der Befragten (35 Prozent) bei der Arbeitgeberwahl ein wichtiges Kriterium. Für etwas mehr als ein Viertel der Arbeitnehmer (26 ProzentI sind klimaneutrale Dienstreisen von Bedeutung. Rund ein Fünftel (21 Prozent) nennt digitale Tools und Prozesse. Laut Bolder können Arbeitgeber zurzeit jedoch am meisten mit einem nachhaltigen Gesundheitsschutz punkten: 41 Prozent der Befragten stimmten zu, dieser Aspekt sei für die Wahl eines neuen Arbeitgebers wichtig.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.