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Neue Markenstrategie und globale Allianz

Portrait Ralf Hocke
Ralf Hocke, CEO Spring Messe Management; Bild: Spring Messe Management

Personalwirtschaft: Die Messen in Stuttgart und Hamburg werden in diesem Jahr ihren Namen ändern. Aus “Personal Süd” und “Personal Nord” wird dann “Zukunft Personal Süd” beziehungsweise “Zukunft Personal Nord”. Warum diese Veränderung?
Ralf Hocke: Die Messe Zukunft Personal in Köln ist im 19. Jahr die Leitmesse für Personalmanager und besitzt eine große Strahlkraft. Sie hat sich als starke Marke, die für Themenvielfalt und Qualität steht, etabliert. Diesen Anspruch wollen wir mit dem übergreifenden Markenbegriff bei allen Veranstaltungen, die wir national und international anbieten, verdeutlichen. Wir haben auch nicht nur unsere Messen unter das gemeinsame Dach Zukunft Personal gestellt, sondern auch unsere Konferenzen, die wir seit dem vergangenen Jahr zu unterschiedlichen Themen unter der Marke “Zukunft Personal Conferences” anbieten. 

Den Zukunftsbegriff in Zeiten des digitalen Wandels herauszustellen, leuchtet ein. Aber haben Sie keine Befürchtungen, dass Sie die Aussteller und Besucher mit der neuen Namensgebung irritieren?
Nein, im Gegenteil. Wir haben die Entscheidung auf der Basis einer soliden Markenuntersuchung bei Besuchern und Ausstellern getroffen. Wir wollen zum Think Tank für die digitale Transformation der Arbeit werden und dazu passt die Marke “Zukunft Personal” hervorragend.

Sie wollen zudem internationaler werden. Die Messe in Köln trägt jetzt den Titel “Zukunft Personal Europe”.
Die Kölner Messe ist bereits jetzt mit knapp 18.000 Besuchern und rund 800 Ausstellern die größte Fachmesse für HR-Themen in Europa. 15 Prozent der Aussteller kommen aus dem Ausland. Sowohl die Personalmanager als auch die Dienstleister, insbesondere im Software-Bereich, arbeiten immer globaler. Da ist es folgerichtig, unsere Leitmesse internationaler auszurichten. Um diesen Anspruch zu untermauern, gehen wir zukünftig eine strategische Allianz mit der “HR Technology Conference & Exposition” aus Las Vegas, der größten HR-Veranstaltung in den USA, ein. Das erleichtert den Ausstellern den Eintritt in die jeweiligen Märkte.

Ist die Neuausrichtung Ihrer Messen auch eine Antwort auf die zunehmende Konkurrenz am Markt? Ich nenne hier beispielsweise die HR Tech World in Amsterdam, die im vergangenen Jahr viele internationale Aussteller und Besucher mobilisieren konnte.
Die zunehmende Anzahl an Veranstaltungen im Bereich HR und Digitalisierung zeigt, wie wichtig das Thema für die Unternehmen geworden ist. Als Marktführer entwickeln wir unsere Veranstaltungen natürlich kontinuierlich weiter. Die Zukunft Personal in Köln hat sich in den vergangenen Jahren zu einem wahren Eco-System in der HR-Szene entwickelt. Wir werden in diesem Jahr mit den Messen in Köln, Stuttgart, Hamburg, Wien und Budapest spannende Plattformen bieten, zudem unterstreichen wir mit dem Conferences-Format “Digital Mind Change” in München unsere Kompetenz im Bereich Digital HR. Diese Veranstaltung war im vergangenen Jahr bereits ein großer Erfolg. Zugleich greifen wir mit unserer zweiten Konferenz “Employer Branding Experience” ein weiteres wichtiges Branchenthema auf. Diese Veranstaltung findet im Mai parallel zur Zukunft Personal Nord in Hamburg statt.

Werden die großen technischen Neuerungen der globalen HR-Software-Anbieter zukünftig eher in Köln statt in Las Vegas, Paris oder Amsterdam gezeigt?
Wir beobachten, dass Unternehmen ihre Produktinnovationen in der Regel zunächst im nationalen Markt etablieren. Anschließend folgt der Eintritt in weitere Märkte über die dortigen Leitmessen. Bei der europäischen Leitmesse in Köln kommt als Besonderheit hinzu, dass sich dort die Start-up-Szene verstärkt präsentiert: Mit 97 Start-ups bildet sie inzwischen den mit Abstand größten HR-Start-up-Hub Europas.

Neues Markenkonzept, stärkere Internationalisierung: Was wird sich sonst noch ändern?
Das Thema Digitalisierung wird noch stärker in den Mittelpunkt der Veranstaltungen rücken. Damit sprechen wir nicht nur Personalmanager an, sondern alle Fach- und Führungskräfte, die sich mit den Auswirkungen der Digitalisierung auf Arbeit, Führung und Zusammenarbeit beschäftigen. Wir erweitern damit unsere Kernzielgruppe HR. Zudem wird es im Konferenzbereich neben der Neuauflage der Münchener “Digital Mind Change” eine Employer-Branding-Konferenz in Hamburg und Wien geben. Schließlich können sich die Messebesucher in diesem Jahr auf neue, spannende Mitmach-Formate freuen. Ein Besuch lohnt sich also mehr denn je.

+++ Infos zu den Messen Zukunft Personal Süd bzw. Nord sowie zur Zukunft Personal Europe finden Sie in unserem › Veranstaltungskalender. +++