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„Ich denke, jeder kluge Mensch kann unterscheiden“

Im Frühjahr, die erste Pandemie-Welle rollte an, haben wir ein Interview
mit der Management-Speakerin Anne M. Schüller geführt. Das Thema
entsprach dem ihres damals entstehenden Buchs: Querdenker. In jenen
Tagen löste dieses Wort allerdings andere Assoziationen aus als heute,
da ihn die gleichnamige Initiative gegen die Pandemie-Maßnahmen
der Regierung auf ihre Art auslegt und besetzt. Wie nimmt die Autorin
des in der Zwischenzeit fertiggestellten und erschienenen Werks “Querdenker
– verzweifelt gesucht” die Koinzidenz der Ereignisse und
Koexistenz der Begriffe wahr?

Anne M. Schüller ist Management- Speakerin und Autorin.
Anne M. Schüller ist Management-
Speakerin und Autorin. Foto: Peter Svec

Anne M. Schüller: “Das Buchmanuskript habe ich am 1. Mai abgegeben. Zu
diesem Zeitpunkt war nicht im Entferntesten vorhersehbar, was zum Herbst hin
passieren und in welch unerfreuliche Richtung die Lage eskalieren würde. Dies ist
überaus traurig – und auch Pech, für den Begriff und das Buch. Doch ich denke,
jeder kluge Mensch kann unterscheiden zwischen den wahren, konstruktiven
Quer- und Weiterdenkenden im Unternehmen und den sogenannten Querdenkern
auf der Straße, die den Begriff gekapert und massiv verfälscht haben. Eines ist
jedenfalls sicher: Wer diese Krise überwinden und die Zukunft erreichen will,
braucht jede Menge neuartige, originelle Ideen. Dies erfordert allem voran eine
ausgeprägte interne Kultur des Querdenkens – und umfassenden Spielraum fürs
Experimentieren.”

›› Für unsere Januar-Ausgabe haben wir weitere Protagonisten der pandemiegeprägten
Ausgaben dieses Jahres mit ihren darin getätigten Aussagen konfrontiert: Wie sehen sie das heute? Ein Abonnement können Sie hier abschließen

Ist Redakteur der Personalwirtschaft und kümmert sich insbesondere um die crossmediale Verbreitung der Inhalte. Seine Themenschwerpunkte sind Employer Branding, HR-Software sowie Betriebliches Gesundheitsmanagement.