Wer samstags einen Blick in die bayernweit verbreiteten Ausgaben der „tz“ oder des „Münchner Merkur“ riskiert, mag verwundert sein über eine Debatte, die der Stellenanzeige in gedruckten Medien schon lange das Ende vorhersagt. Da vermeldet eine Klinik im Bayerischen Wald eine vakante Stationsleitung, während ein mittelständischer Maschinenbauer nach Zerspanungsmechanikerinnen und -mechanikern Ausschau hält und die Verwaltung einer niederbayerischen Gemeinde eine IT-Fachkraft sucht.
Die zitierten Beispiele, die in ihrem Anzeigenformat markant aus dem jeweiligen Stellenmarkt herausragen, lassen sich samt und sonders aufs gesamte Bundesgebiet mit seinen vielfältigen medialen Printangeboten übertragen. Dabei sind kostenlose Anzeigenblätter, die ebenfalls ein breites Spektrum an Jobs offerieren, ausdrücklich eingeschlossen. Was bleibt also vom Abgesang? Ist der Exodus der Stellenanzeige ins digitale Universum der Internet-Plattformen, Social-Media-Kanäle und Künstlichen Intelligenz nicht sträflich überbewertet; steht die gedruckte Jobofferte womöglich vor einem Revirement?
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