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Was sich Büroangestellte wünschen

Mitarbeiterin an Schreibtisch in Büro telefoniert
Büroangestellte legen am Arbeitsplatz viel Wert auf die Grundvoraussetzungen wie Sauberkeit, Helligkeit und Ruhe.
Foto: © pikselstock-stock.adobe.com

Wenn Mitarbeiter an ihrem Arbeitsplatz etwas ändern könnten, dann würden die meisten gern die Länge ihres Arbeitswegs verkürzen: 16 Prozent geben dies an. Das geht aus der Studie “Das perfekte Büro: Was Mitarbeiter wollen” hervor, für die > Savills 1269 Büroangestellte aus Deutschland befragt hat. Die Befragung fand allerdings vor der Corona-Krise statt, das Thema Homeoffice spielte hier keine Rolle. Fast ebenso viele (15 Prozent) würden sich wünschen, dass sich an Gestaltung und Ausstattung der Räumlichkeiten etwas ändert. 14 Prozent nannten ihren persönlichen Arbeitsbereich. Weiter hinten rangieren die Lage des Büros (sechs Prozent) und die Gebäudearchitektur (vier Prozent).

Das Wunschbüro – vor allem sauber, hell, ruhig und komfortabel

Anhand von 42 vorgegebenen Kriterien sollten die Studienteilnehmer auswählen, was genau ihnen an ihrer Büroumgebung wichtig ist. Ganz vorne rangieren die einfachsten Grundlagen wie Sauberkeit, angenehme Lichtverhältnisse, ein niedriger Geräuschpegel sowie die Luftqualität und Temperatur. Es folgen ein kurzer Arbeitsweg, ein komfortabler Arbeitsbereich und ein verlässliches WLAN. Diese Kriterien nannten zwischen 80 und 88 Prozent der Befragten. Am unteren Ende der Rangskala rangiert ein Elternzimmer oder Wickelraum, der aber immerhin noch von knapp einem Fünftel (19 Prozent) der Befragten genannt wird.

Unzufriedenheit vor allem mit weniger wichtigen Kriterien

Anhand derselben 42 Kriterien wurden die Angestellten auch zu ihrer Zufriedenheit damit befragt. Grundsätzlich sind die Teilnehmer mit ihrer Büroumgebung mehrheitlich zufrieden. Mit den vorher als am wenigsten wichtig eingestuften Aspekten sind die Studienteilnehmer jedoch eher unzufrieden als zufrieden, so etwa mit dem Elternzimmer/Wickelraum (38 Prozent), Duschen/Umkleiden (37 Prozent),  Dachterrasse (41 Prozent) und Fahrradraum (32 Prozent). Relativ unzufrieden sind die Befragten hinsichtlich Kantine/Café (33 Prozent) und Aufenthaltsräumen (31 Prozent). Was das Arbeiten an verschiedenen Orten betrifft, waren jeweils 35 Prozent zufrieden oder unzufrieden. Aber auch bei einigen zuvor als wichtiger eingestuften Kriterien gibt es Unzufriedenheit, etwas bezüglich der Ruhe am Arbeitsplatz, die über 20 Prozent bemängelten.

Ein interessantes Ergebnis: Wenn die Befragten in ihrem Traumbüro arbeiten könnten, würden drei Viertel von ihnen sogar einen längeren Weg zur Arbeit in Kauf nehmen, obwohl viele sich doch einen kürzeren Arbeitsweg wünschen.

Arbeitgeberkommunikation macht zufriedener

Für die Zufriedenheit am Arbeitsplatz spielt es außerdem eine wichtige Rolle, ob das Unternehmen die Bedürfnisse der Mitarbeiter berücksichtigt oder sich für deren Zufriedenheit interessiert. Knapp ein Drittel der Büroangestellten wurde von ihrem Arbeitgeber schon einmal zur Arbeitsumgebung befragt. Von ihnen gaben 78 Prozent an, mit ihrem derzeitigen Arbeitsplatzumfeld im Allgemeinen zufrieden zu sein. Von den anderen ist nur die Hälfte zufrieden. Auf die Frage, wie lange sie sich noch bei ihrem aktuellen Arbeitgeber sehen, gab die erste Gruppe außerdem im Schnitt eine um ein Viertel längere Zeitspanne an.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.