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Ausgezeichneter HR-Innovator bei der Kindernothilfe

Lebenslauf von Marcel Rütten

Welche Aufgaben umfasst Ihr aktueller Job?
Neben dem Employer Branding, Personalmarketing und Recruiting bin ich auch für das Talent und Retention Management zuständig und verantworte das Thema Compensation & Benefits. Außerdem beschäftige ich mich mit der digitalen Transformation und wirke bei strategischen Projekten mit.

Warum haben Sie sich 2013 für einen Wechsel aus der Industrie zu einer NGO entschieden?
Das war eigentlich total unromantisch. Mein Vertrag bei Siemens lief aus und die Kindernothilfe hatte eine offene Stelle. Letztlich war es die wahrscheinlich beste Karriereentscheidung meines Lebens und ein perfekter Match.

Speziell im Bereich Praktikum tut sich die Kindernothilfe hervor. Wie machen es Unternehmen mit Praktika richtig und warum sind diese so wichtig für Sie?
Gehaltvolle Aufgaben, eine steile Lernkurve und intensive Betreuung sind die wohl wichtigsten Zutaten für ein erfolgreiches Praktikantenprogramm. Wer die Praktikanten dann auch danach noch länger begleitet, wird entdecken, wie wirkungsvoll Praktika für den Geschäftserfolg sind.

Wie erklären Sie einem Recruiter im Bewerbungsgespräch Ihr Arbeitsjahr 2009?
Ihr CV weist Sie zu der Zeit als Arbeit suchend aus. Ja, ich war tatsächlich neun Monate ohne Job. Ich habe zu Beginn der Finanz- und Wirtschaftskrise bei Roller gekündigt und falsch eingeschätzt, wie der Arbeitsmarkt reagiert. Eine sehr wichtige Erfahrung in meinem Leben und die Erkenntnis, dass es nicht immer nur nach oben geht.

Für Ihren HR-Innovationsgeist wurden Sie mehrfach ausgezeichnet. Was ist Ihr kreatives Geheimnis?
Pragmatismus und die Lust, Neues auszuprobieren.

Sie sind in Duisburg geboren, auch Ihre beruflichen Stationen liegen allesamt im Ruhrgebiet. Was bedeutet die Region für Sie, persönlich und für Ihre Arbeit?
Ich liebe das Ruhrgebiet und die Menschen, die hier leben. Sie sind weltoffen und haben das Herz am rechten Fleck. Als Personaler hat man in dieser Region außerdem alle Möglichkeiten. Neben allerhand Weltkonzernen und einer hohen Dichte namhafter KMU gibt es hier mittlerweile ein Start-up-Ökosystem, das sich hinter Berlin nicht zu verstecken braucht.

Mit welchen drei Adjektiven würden Sie Ihren Lebenslauf beschreiben?
Facettenreich, innovativ, ambitioniert.

Welche Station oder Erfahrung war besonders prägend für Sie?
Meine aktuelle Station bei der Kindernothilfe ist schon sehr besonders und hat mich sehr stark geprägt. Aber auch das Thema internationale Entsendungen bei Siemens oder die HR-seitige Begleitung des Verkaufsprozesses einer ganzen Business Unit bei Evonik waren wertvolle Erfahrungen in meinem Berufsleben.

Wer Sie kennt, weiß, dass er nicht nur einen enthusiastischen Personalpraktiker, sondern auch einen HR-Digitalstrategen vor sich hat. Was bedeutet die Technik für Ihre Arbeit?
Sie macht Spaß, ist nicht mehr wegzudenken und macht vieles besser. Wir müssen uns aber immer wieder über ihren sinnvollen Einsatz Gedanken machen.

Unter HR4Good.com bloggen Sie rund ums Personalmanagement. Muss HR-Arbeit sichtbarer nach außen werden?
Auf jeden Fall! Personaler agieren noch viel zu häufig im stillen Kämmerlein und sehen nicht, was draußen passiert.

Dieser Beitrag ist in der Personalwirtschaft 06/2018 erschienen. Sie können die Ausgabe › hier im Archiv lesen.
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