Aktuelle Ausgabe

Newsletter

Abonnieren

Jobs der Zukunft – was sich bis 2035 ändern wird

Menschliche und Roboterhand berühren sich
Bei den menschlichen Tätigkeiten, die automatisiert werden, spielen Robotics-Technologien die Hauptrolle.
Foto: © ipopba-stock.adobe.com

Automatisierungstechnologien werden künftig im Schnitt etwa ein Drittel (35 Prozent) der jetzt noch von Menschen erbrachten Arbeitszeit oder der entsprechenden Tätigkeiten ersetzen. 65 Prozent der Arbeitszeit können auch künftig nicht durch Technologien ersetzt werden, so die Studie “Jobs der Zukunft” von > Deloitte, die untersucht, wie Nachfrageveränderungen und neue Technologien die Arbeitswelt bis 2035 verändern werden. Am wichtigsten werden danach Robotics-Technologien und Data Analytics sein: Robotics-Technologien werden rund die Hälfte der entfallenden Arbeiten übernehmen und durch Data Analytics lassen sich laut der Prognose acht Prozent der automatisierbaren Aufgaben erledigen.

1,1 Millionen Jobs weniger gegenüber 2,1 Millionen neuen

Laut Prognose können insgesamt 1,1 Millionen Jobs verloren gehen, da sie leicht ersetzbar seien und weniger nachgefragt würden. Gleichzeitig geht die Studie optimistisch davon aus, dass 2,1 Millionen neue Arbeitsplätze entstehen in Bereichen, in denen der Mensch unersetzlich sei und die überdurchschnittlich nachgefragt würden.

Überall dort, wo es auf Interaktion mit anderen, auf Empathie und Kreativität ankommt, werden auch künftig Menschen gebraucht,

sagt Dr. Alexander Börsch, Chefökonom bei Deloitte. Die Nachfrage nach den entsprechenden Tätigkeiten werde in den nächsten Jahren steigen. Die Jobs der Zukunft zeichneten sich durch zwischenmenschliche Kommunikation und Teamfähigkeit aus, so Börsch.

Jobs der Zukunft vor allem in den Bereichen Gesundheit, Lehre, Management

Die Jobs der Zukunft lokalisiert die Studie in den Bereichen Gesundheitswesen, Lehre und Management. Was das Zukunftspotenzial betrifft, so liegt das Berufsfeld Gesundheit durch hohe Nachfrage und geringe Ersetzbarkeit der Tätigkeiten ganz vorne. Die Prognose geht davon aus, dass dort rund 759 000 zusätzliche Jobs entstehen; das entspricht einem Zuwachs von 26 Prozent. In Ausbildung und Lehre rechnet Deloitte mit über einer halben Million neuer Arbeitsplätze, das wären 20 Prozent mehr als heute. Und im Bereich Unternehmensführung/-organisation, Recht und Verwaltung werden 427 000 zusätzliche Stellen erwartet – ein Plus von neun Prozent.

Weniger Routinetätigkeiten durch die  Automatisierung

Das Beratungsunternehmen betont, dass auch in anderen Berufsfeldern nur selten ganze Berufsbilder wegfallen, sondern vielmehr Teilbereiche automatisiert würden. Gerade Routineaufgaben ließen sich leicht von Technologien erbringen. So werde der Routineanteil in den Jobs der Zukunft nur halb so groß sein wie in anderen Berufsgruppen. Auch würden dort vor allem Spezialisten und Experten gefragt sein, wobei mindestens jeder zweite dieser Jobs eine akademische Qualifikation erfordere. Zu den Aufgaben gehörten vor allem analytische Tätigkeiten, Projektplanung sowie Patienten- und Kundeninteraktion.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.