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Wie Unternehmen die Belegschaft stärken können

Finger tippt auf Taste
Gesundheits- und Wohlfühlstrategien können Unternehmen dabei helfen, adäquat auf Veränderungen zu reagieren. Foto: © momius – stock.adobe.com

Unter dem Namen “The Rising Resilient” veröffentlicht Aon, eines
der weltweit führenden Beratungs- und Dienstleistungsunternehmen, eine
neue Studie, die sich mit dem Thema der Widerstandsfähigkeit von
Mitarbeitern in Unternehmen auseinandersetzt.

Grundlage bilden hierfür
die Ansichten, Einschätzungen und Erkenntnisse sowohl von Arbeitgebern
als auch Arbeitnehmern aus insgesamt fünf europäischen Ländern zu den folgenden drei Schlüsselindikatoren für eine hohe Resilienz: das Sicherheitsgefühl des einzelnen Mitarbeiters am
Arbeitsplatz, das Gefühl dazu zu gehören und die
Möglichkeit, das eigene Potenzial voll ausschöpfen zu können.

Widerstandsfähig und belastbar zu sein bedeutet hierbei, dass Menschen
sich besser an neue oder herausfordernde Situationen anpassen können.
Sie gehen besser mit Stress um und besitzen die Fähigkeit, trotz
negativer Einflüsse motiviert zu bleiben. Auf diese Weise helfen sie
dabei, die Resilienz des gesamten Unternehmens zu erhöhen, damit
übergreifende Veränderungen besser bewältigt werden können. 

Die
Studie zeigt anschaulich, dass eben diese Indikatoren das Problem der
Unternehmen sind: 42 Prozent aller befragten Arbeitnehmer gaben an, sich an
ihrem Arbeitsplatz nicht sicher zu fühlen. 52 Prozent haben den Eindruck,
nicht zugehörig zu sein und 55 Prozent sind der Meinung, sich nicht ihrem
Potenzial entsprechend entwickeln zu können. Eine Erkenntnis, die von
Arbeitgebern national sowie international als Grundlage genutzt werden
sollte, um ihre jeweilige Wellbeing-Strategie grundlegend zu überdenken.

Schlüsselerkenntnis der Auswertung ist, dass sich nur 30 Prozent der
befragten Mitarbeiter selbst als resilient einschätzen. Die daraus für
den Arbeitgeber resultierende Konsequenz: Belegschaften mit einer nur
geringen Widerstandsfähigkeit zeigen ein um 55 Prozent geringeres Engagement
am Arbeitsplatz; die Wahrscheinlichkeit, dass sie das Unternehmen
verlassen, ist um 42 Prozent höher.

Strategie ist gefragt

Mit der aktuellen Lage zur Resilienz am Arbeitsplatz sind zahlreiche,
konkrete Möglichkeiten verbunden, wie Unternehmen ihre Belegschaften
stärken, Talente ansprechen und langfristig halten können. Die Studie zeigt, dass Arbeitgeber durch das Angebot eines strategisch aufgesetzten
Programms, basierend auf dem Konzept “Wellbeing”, die
Widerstandsfähigkeit ihrer Mitarbeiter um ein dreifaches verbessern
können.

Dass zwischen Theorie und Praxis aber häufig viel Luft nach
oben ist, wird jedoch spätestens dann deutlich, wenn man sich die
aktuelle Lage zur Umsetzung solcher Programme ansieht: Zwar zeigt die
Befragung der ausgewählten Unternehmen auf, dass ein Großteil bereits
Gesundheits- und Wellbeing-Maßnahmen etabliert hat und 80 Prozent der Befragten
zudem angaben, von den positiven Einflüssen überzeugt zu sein, diese
Initiativen würden jedoch meist nicht zu einer Steigerung der Belastbarkeit der
Belegschaften führen.

Aus der Krise lernen

Neben
der generellen Herausforderung einer resilienten Belegschaft legt die Studie einen weiteren Fokus auf die Auswirkungen von COVID-19 auf
Arbeitgeber sowie Arbeitnehmer und stellt die Reaktionen der Unternehmen
auf den Prüfstand.

Hierbei zeigt sich, dass insbesondere
Arbeitgeber in Europa, die bereits vor Eintritt der Pandemie stärker in
Gesundheits- und Wellbeing-Maßnahmen für Ihre Mitarbeiter investierten,
vor allem in den ersten Wochen von COVID-19 schneller und fokussierter
Maßnahmen ergriffen, um die Sicherheit und das Wohlergehen ihrer
Belegschaft sicher zu stellen. Im direkten Vergleich der Unternehmen,
die konkrete Initiativen ergriffen, lagen diejenigen mit umfassenden,
bereits etablierten Wellbeing-Konzepten weit vorne.