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Digitale Bewerbung bevorzugt

Frau am Schreibtisch vor Computer
Bewerber in Deutschland fühlen sich fit für die Online-Bewerbung. Foto: © fizkes – stock.adobe.com

Die
Online-Jobplattform StepStone und der Bundesverband der Personalmanager
(BPM) haben dies bei 12.800 Personen (darunter 2.600
Personalmanager) im Januar und Mai 2020 erfragt.

Die Studie mit dem Titel “Sind wir jetzt digital? Digitales Bewerben und Recruiting im Fokus” stellte u. a. die Fragen, wie digital Deutschland im Jahr 2020 rekrutiert, wie Bewerber die zunehmende Digitalisierung von Bewerbungsprozessen sehen und ihre bisherigen Erfahrungen bewerten und wie  sich
Recruiting im Zuge und in Folge der Corona-Krise verändert.

Das Ergebnis zeigt auf: Wer sich auf einen Job
bewirbt, will vor allem, dass es schnell und einfach geht. Die Mehrheit
(57 Prozent) bevorzugt daher klar einen digitalen Bewerbungsprozess,
beispielsweise durch das Hochladen eines Lebenslaufs in eine Datenbank
oder das automatische Ausfüllen eines Bewerbungsformulars.

Geht es um die eigenen Fähigkeiten, sich grundsätzlich digital
bewerben zu können, dann ist der Großteil der Befragten, laut Studie, selbstbewusst:
80 Prozent bewerten die eigenen Fähigkeiten und Kenntnisse, digitale
Instrumente im Bewerbungsprozess zu nutzen, mit den Schulnoten sehr gut
oder gut.

Als besonders einfach empfinden die Befragten die Bewerbung
per One-Klick (93 Prozent), wobei Bewerber ihre vorab hochgeladenen
Unterlagen mit nur wenigen Klicks und häufig auch einfach per Smartphone
versenden. Auch mit Videointerviews (88 Prozent) oder dem Hochladen von
Lebensläufen in Datenbanken (83 Prozent) hat die Mehrheit bereits gute
Erfahrungen gemacht.

In einem Punkt sind sich die Befragten der Studie allerdings auch einig:
Geht es darum, den potenziellen neuen Arbeitgeber näher kennenzulernen,
soll es unbedingt persönlich zugehen.

63 Prozent unterstreichen, dass
sie ab dem ersten Kennenlerngespräch mit Menschen agieren und von
Menschen bewertet werden möchten. Nur 7 Prozent können sich vorstellen,
durch digitale Tools beurteilt zu werden. Eine Analyse von Stimme und
Mimik während eines Job-Interviews lehnen Bewerber (62 Prozent)
mehrheitlich ab.