Umfrage: Höhere Arbeitsbelastung trotz KI

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Führungskräfte investieren in Künstliche Intelligenz (KI) vorrangig in der Erwartung, dass die Produktivität des Unternehmens steigen wird. Doch viele Mitarbeitende erleben das Gegenteil. Dies ergab eine Untersuchung im Auftrag von Upwork, Anbieter eines gleichnamigen Freiberufler-Marktplatzes. Befragt wurden 2.500 Beschäftigte aus den USA Großbritannien, Australien und Kanada. Die Gruppe setzte sich aus 1250 Führungskräften auf C-Ebenen, 625 fest und 625 frei angestellten Mitarbeitenden zusammen.

96 Prozent der befragten Führungskräfte gaben an, dass sie sich durch die Investition in Künstliche Intelligenz mehr Produktivität versprechen. 81 gaben zu, dass ihre Ansprüche an ihre Belegschaft im letzten Jahr stiegen. 85 Prozent der Unternehmen, in denen die Beschäftigten tätig sind, nutzen KI, 39 Prozent davon verpflichtend. 46 Prozent ermutigen die Nutzung lediglich.

KI führt zu mehr Arbeitsbelastung

Aus der Perspektive der Belegschaft ist KI nach den Ergebnissen der Umfrage derzeit vielerorts eher Last als Erleichterung: 77 der Beschäftigten sehen eine Erhöhung ihres Arbeitspensums seit Einführung entsprechender Systeme. 39 Prozent verbringen nach eigenen Angaben mehr Zeit damit, KI-generierte Inhalte zu überprüfen oder zu moderieren. 23 Prozent sahen einen hohen Zeitaufwand darin, die Anwendung von KI-Tools zu lernen. 21 Prozent mussten nach eigener Einschätzung mehr Arbeit als direkte Folge von KI-Ersatz erledigen.

Beinahe jeder zweite Befragte gab an, nicht zu wissen, wie die vom Unternehmen erwartete höhere Produktivität erreicht werden sollte, 40 Prozent denken, dass ihr Unternehmen in Bezug auf KI zu viel von ihnen abverlange. Diese Mehrbelastung kann gravierende Folgen haben: Ein Drittel der Befragten gab an, wegen der Überlastung in den nächsten sechs Monaten kündigen zu wollen.

Ob diese Umfrageergebnisse sich ändern werden, wenn die Belegschaft mehr an die Nutzung von KI-Tools gewohnt ist und ob diese Ergebnisse auch auf den deutschen Arbeitsmarkt übertragen lässt, wird wohl erst die Zeit zeigen. Weiter Zahlen aus der Umfrage können Sie hier nachlesen.

Info

Angela Heider-Willms verantwortet die Berichterstattung zu den Themen Transformation, Change Management und Leadership. Zudem beschäftigt sie sich mit dem Thema Diversity.