Der Personaldienstleister Randstad hat die Ergebnisse seiner aktuellen Studie „Employer Brand Research 2026” veröffentlicht und damit die beliebtesten Arbeitgeber weltweit und in Deutschland ermittelt. Dabei wurden mehr als 4.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie Arbeitsuchende unter anderem dazu befragt, welche Unternehmen sie als besonders attraktive Arbeitgeber wahrnehmen und welche Kriterien ihnen wichtig sind.
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Über die Studie
Für die aktuelle Randstad-Studie „Employer Brand Research 2026“ wurden Anfang des Jahres mehr als 160.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie Arbeitsuchende im Alter zwischen 18 Jahren und dem Renteneintrittsalter aus 34 Ländern befragt. In Deutschland umfasst das Panel 4.331 Personen. Die Studie wird seit 26 Jahren durchgeführt.
Siemens führt diesjähriges Ranking an
Im deutschen Ranking belegt Siemens in diesem Jahr den ersten Platz. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Daimler (Mercedes-Benz) und BMW. Zu den weiteren Unternehmen der Top fünf zählen in diesem Jahr der Medizintechnikhersteller B. Braun Melsungen sowie der IT-Dienstleister T-Systems. Es folgen auf den weiteren Plätzen der beliebtesten Arbeitgeber 2026 SAP, Boehringer Ingelheim, Gruner + Jahr, Bosch und die Fraunhofer-Gesellschaft.
Die diesjährige Rangliste zeige laut Randstad, dass vor allem Industrie-, Technologie- und Automobilmarken besonders begehrt sind, so Henri Viswat, CEO von Randstad Deutschland. „Trotz der herausfordernden Wirtschafslage bieten diese nicht nur eine gute Reputation, sondern sind vor allem auch durch ihre modernen Technologien sehr reizvoll für Beschäftigte.
Die zehn beliebtesten Arbeitgeber 2026
| Rang 2026 | Unternehmen | Rang 2025 |
| 1 | Siemens | 6 |
| 2 | Daimler (Mercedes-Benz) | 3 |
| 3 | BMW | 5 |
| 4 | B. Braun Melsungen | Nicht unter den Top 20 |
| 5 | T-Systems | 16 |
| 6 | SAP | 10 |
| 7 | Boehringer Ingelheim | 12 |
| 8 | Gruner + Jahr | Nicht unter den Top 20 |
| 9 | Bosch | 4 |
| 10 | Fraunhofer-Gesellschaft | 15 |
Ranking: nur eingeschränkte Vergleichbarkeit zum Vorjahr
Die Ergebnisse der Studie lassen darauf schließen, dass es im Vergleich zum Vorjahr starke Veränderungen in der Rangliste gibt. So sind unter den Top drei etwa nicht mehr ausschließlich Unternehmen der Automobilbranche – Audi, Daimler (Mercedes-Benz), Porsche – vertreten. Auch T-Systems hat im Jahresvergleich einen großen Sprung von Platz 16 auf Platz fünf gemacht.
Randstad weist allerdings darauf hin, dass ein solcher Jahresvergleich nur eingeschränkt möglich ist. Laut dem Unternehmen wurde die Methodik in diesem Jahr angepasst und es wurden neue Bewertungskriterien hinzugefügt (zum Beispiel State-of-the-Art-Techonogie), während andere herausgefallen sind (zum Beispiel finanziell gesund).
Technologie und Reputation sind Top-Merkmale der Spitzenreiter
Die drei beliebtesten Arbeitgeber Deutschlands verbindet vor allem ihre als modern wahrgenommene Technologie und ihr starker Ruf. Bei Siemens, Daimler (Mercedes-Benz) und BMW gilt der Einsatz modernster Technologien, sogenannter „State-of-the-art-Technologien“, als wichtigster Attraktivitätsfaktor. Darüber hinaus profitieren alle drei Unternehmen von einer starken Reputation. Während bei Siemens und Daimler (Mercedes-Benz) zusätzlich attraktive Vergütungspakete positiv bewertet werden, überzeugt BMW laut den Befragten vor allem mit einer starken Management- und Führungsebene.
Gruner + Jahr überrascht zunächst im Arbeitgeber-Ranking
Ein interessantes Ergebnis der Studie ist der Einzug von Gruner + Jahr unter die Top Ten. Das Medienhaus hatte in den vergangenen Jahren einige Umbrüche zu bewältigen, darunter die Übernahme durch die RTL Group, ein massiver Stellenabbau und die Veräußerung zahlreicher Zeitschriften von der Muttergesellschaft RTL Group an die Funke Mediengruppe.
Nach Angaben des Unternehmens ist die Attraktivität von Gruner + Jahr im Vergleich zum Vorjahr nicht signifikant gestiegen. Unter denjenigen, die das Medienhaus kennen und bewerten, schneide es jedoch vergleichsweise gut ab. Besonders positiv hervorgehoben würden die gute Erreichbarkeit des Arbeitsplatzes, Chancengerechtigkeit sowie der Einsatz moderner Technologien.
Dann schauen Sie doch einmal in unser Dossier zum Thema. Dort stellen wir für Sie kontinuierlich Studien, Deep-Dives und Best Cases zusammen. Denn als wie attraktiv ein Unternehmen wahrgenommen wird, hängt maßgeblich von der Employer Brand ab. Erfahren Sie, wie Sie nach außen und innen zeigen, was Ihre Unternehmenskultur und Karrieremöglichkeiten einzigartig macht.
Jobsicherheit hat für Beschäftigte oberste Priorität
Ein weiterer Faktor für das veränderte Ranking wird sicherlich sein, dass sich auch die Erwartungen der Beschäftigten an ihren Arbeitgeber verändert haben. Während 2025 noch Vergütung das wichtigste Kriterium für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer war, steht 2026 die Jobsicherheit mit 58 Prozent an der Spitze – und diese können Autobauer derzeit nicht bieten.
Danach folgen eine angenehme Arbeitsatmosphäre (54 Prozent), eine ausgewogene Work-Life-Balance (52 Prozent), attraktives Gehalt und Zusatzleistungen wie Angebote für die Rente oder Urlaubs- und Freizeit-Angebote (50 Prozent). Chancengerechtigkeit komplettiert die Top-Fünf-Kriterien für Zufriedenheit und Bindung von Talenten im Jahr 2026.
Wechselbereitschaft bleibt hoch – trotz Arbeitsplatzsicherheit
Viele Beschäftigte legen zwar großen Wert auf Arbeitsplatzsicherheit, die Wechselbereitschaft bleibt gleichzeitig allerdings hoch. 24 Prozent der Befragten planen, ihren Arbeitgeber innerhalb der nächsten sechs Monate zu wechseln. 17 Prozent haben diesen Schritt in den vergangenen sechs Monaten tatsächlich vollzogen. Wer einen Wechsel in Erwägung zieht, nennt gegenüber der Studie vor allem unerfüllte Kernerwartungen als Auslöser. Dazu zählen eine zu geringe Vergütung, Herausforderungen bei der Work-Life-Balance sowie fehlende Karrieremöglichkeiten.
Mara Marx ist Volontärin bei der Personalwirtschaft.

