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Nach dem Lockdown droht der Burnout

Mann sorgenvoll
Bedingt durch die Corona-Krise wächst die Burnout-Gefahr unter Arbeitnehmern. Foto: © thodonal/AdobeStock

Das zeigen die nun ausgewerteten Ergebnisse einer Umfrage der Mitarbeiterengagement-Plattform Glint, für die insgesamt mehr als 700.000 Arbeitnehmern weltweit, beginnend am 18. März und durch die letzten drei Krisenmonate andauernd, befragt wurden.

Ziel der Umfrage war es, eine akkurate Stimmungslage der Mitarbeiter zu erhalten
und ihr Wohlbefinden zu ermitteln.

Jeder fünfte der befragten Arbeitnehmer fühlt sich isoliert. Und zum wachsenden Stress in der Krisenzeit kommen
noch mehr Aufgaben hinzu, die Arbeitnehmer bewältigen müssen. Etwa die Herausforderung, Haushalt, Familie und Arbeit zu vereinbaren. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass sich zwischen März und
April die Antworten der Arbeitnehmer, die um das Thema Burnout
kreisen, verdoppelt haben.

Burnout
ist keine Krankheit, sondern eine Sammlung von Symptomen. Im Kern
können dabei Faktoren wie Überlastung, Isolation und zu hohe Ansprüche
langfristig zu Arbeitsausfall und psychischer wie physischer Krankheit
führen.

Befragte, die angaben unter hoher Arbeitslast zu
leiden, waren mehr als doppelt so anfällig für Burnout-Indikatoren. Wer die Anzeichen für einen Burnout rechtzeitig erkennt, hat allerdings
gute Chancen, gegenzusteuern.

Bedürfnisse der Mitarbeiter

Die befragten Arbeitnehmer wünschen sich mehr
Unterstützung von ihrem Arbeitgeber. In
Zeiten der Krise brauchen Menschen zunächst das, was sie sonst auch
nötig haben: Anerkennung und das Vertrauen, dass ihr Arbeitsplatz sicher
ist, dass sie einen festen Platz im Team haben, dazugehören und dass
ihre Aufgaben klar sind.

Hinzu kommen krisenbedingt die Bedürfnisse, schnelle, genaue und ehrliche
Informationen über die Situation im Unternehmen zu erhalten und die Kontrolle zu
behalten. Vor allem in einer Krise, in der nicht klar ist, welche Regeln
nächste Woche gelten, wollen Arbeitnehmer, dass ihre Sorgen gehört und
verstanden werden. Und sie wollen so viel Kontrolle haben wie möglich,
um sich gegen Unsicherheiten zu wappnen.

Aufgabe der Arbeitgeber

Arbeitgeber
und Führungskräfte können die Bedürfnisse der Mitarbeiter bedienen, indem sie
zunächst immer den Finger am Puls des Unternehmens haben: Wie ist die
Stimmung zurzeit? Wo liegen Anomalien vor? Gibt es lokale Besonderheiten
im Unternehmen, die man angehen kann?

Mit
diesen Informationen können Führungskräfte gezielt ehrliche, direkte
Gespräche führen und sich nach dem Wohlbefinden, den Sorgen und
Herausforderungen ihrer Mitarbeiter erkundigen. Gemeinsam können sie
hohe Workloads erkennen und besser verteilen, sowie Mitarbeiter aus der
Isolation befreien, etwa mit gemeinsamen Aktivitäten.

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