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Chance für New Leadership

   

Junge Frau am arbeitet am PC
Führungsverantwortung ist in der Krise wichtiger denn je. Foto: © iStock/filadendron

Stimmen die Zahlen? Werden alle Ziele erreicht? Und sind die Mitarbeiter zufrieden? Wer Personalverantwortung trägt, steht schon unter normalen Umständen unter Druck. Die Krise verlangt Führungskräften besonders viel ab.

Eine Umfrage von StepStone zeigt, wie Manager sich in der Krise fühlen und wie ihr Krisenmanagement von den Mitarbeitern bewertet wird. StepStone hat dazu Ende April 2020 mehr als 1.000 Führungskräfte sowie 6.000 Arbeitnehmer ohne Personalverantwortung in Deutschland befragt. Demnach gehen die meisten Vorgesetzten mit gutem Beispiel voran. Acht von zehn Managern arbeiten gerade jetzt ganz besonders engagiert, rund sieben von zehn erleben sich als produktiv und fokussiert. Ihre Tätigkeit finden die meisten in der Krise wichtiger denn je.

Direktive Führung stößt an ihre Grenzen

Tatsächlich fällt Führungskräften derzeit eine Schlüsselrolle zu. Sie sind nicht nur im besonderen Maße gefordert, diese Zeit wirtschaftlich gut zu überstehen. Sie müssen den Mitarbeitern zugleich Sorgen nehmen und eine gute Zusammenarbeit aus der Ferne organisieren. Viele Manager mussten in den letzten Monaten feststellen, dass direktive Führung und Kontrolle an ihre Grenzen kommen. Viele öffnen sich für kooperativere Führungsmethoden. Diese Erfahrung wird auch die Zeit nach der Krise prägen.

Vertrauensverhältnis zahlt sich aus

Corona hat auch gezeigt: Vorgesetzte, die in der Vergangenheit eine gute und vertrauensvolle Beziehung zu ihren Mitarbeitern aufgebaut haben, sind in Phasen schneller und einschneidender Veränderungen klar im Vorteil. Denn Arbeitnehmer, die es gewohnt sind, eigenverantwortlich zu arbeiten und selbst Entscheidungen zu treffen, kommen mit der aktuellen Situation nicht nur besser zurecht – sie arbeiten auch produktiver. 

Mitarbeiterbindung durch empathische Führung

Die Mehrheit der Mitarbeiter gibt ihren Vorgesetzten gute Noten im Corona-Krisenmanagement. Mehr als jeder Zweite gab an, seine Führungskraft achte aktuell ganz besonders auf die Stimmung im Team und den emotionalen Zustand der Mitarbeiter. Acht von zehn Befragten mit Kindern gaben an, dass ihr Vorgesetzter Verständnis für die Kinderbetreuung zeige. Immerhin 42 Prozent der Befragten sagen, dass sie durch die Krise ein positiveres Bild von ihrem Arbeitgeber gewonnen haben und sich dem Unternehmen daher stärker verbunden fühlen.

Führung ist Dienstleistung

Bei rund sechs von zehn Arbeitnehmern war der Vorgesetzte in der Krise besser ansprechbar und erreichbar. Die meisten Manager haben verstanden, dass Kommunikation insbesondere in virtuellen Teams elementar wichtig ist. Führungskräfte sollten sich derzeit mehr denn je als Dienstleister für ihre Mitarbeiter verstehen und immer für sie ansprechbar sein. Gerade jetzt, wo eine große Unsicherheit herrscht und sich die Situation täglich ändern kann, ist ein stetiger und verlässlicher Austausch die Basis für eine gute Zusammenarbeit.

Mitarbeitermotivation absolut erfolgsentscheidend

›Anfang Juni 2020 hat StepStone insgesamt 8.500 Arbeitnehmer befragt, darunter 1.200 Führungskräfte, welche Aspekte in den nächsten Wochen für ihr Unternehmen am drängendsten sind. Das Ergebnis: Die Aufrechterhaltung der Mitarbeitermotivation hat derzeit allerhöchste Priorität – und ist damit wichtiger als vermeintlich “harte” Aspekte wie Kostenmanagement. Die Umfrageergebnisse zeigen auch: Digitalisierung und Mitarbeiterweiterbildung sind aus Sicht von Managern die wichtigsten Investitionsfelder für die Zeit nach Corona.

Weiterbildung wird wichtigste Investition nach Corona

Besonderen Weiterbildungsbedarf sehen Unternehmensentscheider vor dem Hintergrund der Erfahrungen aus der Corona-Krise in der Anwendung digitaler Tools, in der digitalen Zusammenarbeit, der Führungskräfteentwicklung sowie in der Führung virtueller Teams.

Auch aus Sicht der Arbeitnehmer steht die Weiterbildung im digitalen Bereich ganz oben auf der Liste der nötigen Weichenstellungen nach der Krise.

Mitarbeiter erwarten große Veränderungen

Klar ist: Mitarbeiter erwarten, dass sich nach Corona etwas ändert. Jeder Zweite geht davon aus, dass sich die Organisation seines Unternehmens aufgrund der Erfahrungen in der Krise in Zukunft ändern wird. Jeder Vierte glaubt, Arbeit werde nie wieder so sein wie vorher.

Beschleuniger für New Leadership

Vieles deutet daraufhin, dass die aktuelle Situation nicht nur ein Beschleuniger der Digitalisierung ist, sondern auch für New Leadership. Führungskräfte versuchen zunehmend das, was Fachkräfte sich schon lange wünschen: Sie zeigen Empathie für ihre Mitarbeiter und deren individuelle Lebenssituation und sind offen für kreative Lösungen. Wenn diese Haltung nach Corona zum Normalzustand wird, ist ein großer Motivationsschub zu erwarten.

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Weitere Studienergebnisse lesen Sie im ›StepStone Recruiting Blog oder unter ›StepStone Wissen.

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