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Fehlende Kommunikation bei Entlassungen

Im Berufsleben trifft Arbeitnehmer kaum etwas schwerer, als eine Kündigung. Aber erst im Trennungsgespräch entscheidet sich, ob der Verlust des
Arbeitsplatzes dem Mitarbeiter das Selbstwertgefühl nimmt, oder ihn mit Hoffnung in die Zukunft blicken lässt.

Frau mit dem Kopf in der Hand
Mangelnde Kommunikation bei Kündigungen trifft Arbeitnehmer besonders hart. Foto: © Counselling/px

Talents & Trends, die durch die Outplacement- und Karriereberatung von Rundstedt regelmäßig stattfindende Erhebung zu den
Trend-Themen im Arbeitsmarkt, befragte im Februar 2020 hierzu gemeinsam mit
dem Marktforschungsinstitut INNOFACT AG rund 1.000 Männer und Frauen.

Der Umfrage zufolge ist vor allem die fehlerhafte Kommunikation aus der Führungsetage bei Entlassungen ein absoluter
Stimmungs- und Motivationskiller in der Belegschaft und kann dem
Arbeitgeber-Image schaden.

Im Falle einer Entlassung wollen deutsche Arbeitnehmer wissen
warum ihnen gekündigt wurde. Laut Runstedt-Umfrage finden 85 Prozent der Befragten es respektlos, wenn sie im Personalgespräch
keine Informationen zu den Kündigungsgründen erhalten. Drei Viertel der
Befragten gaben an, dass sie bei plötzlichen Kündigungen das Vertrauen in ihren
Arbeitgeber verlieren würden. Ebenso viele haben Angst, als nächstes dran zu sein, falls
sie erst von Kündigungen erfahren, wenn der Platz des Kollegen bereits
leer ist. Wenn ein Unternehmen einerseits
Stellen abbaut und andererseits Gehälter erhöht, sind sich knapp 80 Prozent
der Befragten sicher, dass nichts schlechter bei der Belegschaft ankommt.

Fehlendes Fingerspitzengefühl hat Folgen

Im Umgang mit Entlassungen ist seitens des Arbeitgebers ein sensibles Vorgehen gefragt, um
schlechte Stimmung am Arbeitsplatz zu vermeiden und die verbleibenden
Mitarbeiter nicht zu beunruhigen oder gar zu vergraulen. Allein schon begründet aus dem durch die Umfrage ermittelten Fakt, dass 61 Prozent der Deutschen ihren Unmut mit den Kollegen teilen, wenn sie sich im Trennungsgespräch
unfair behandelt fühlen. Eine ungerechtfertigte Trennung kann
auch extern ein schlechtes Licht auf das Unternehmen werfen und zu negativen
Rezensionen auf Bewertungsportalen führen.

Bei Kündigungen herrscht Gesprächsbedarf

Den Schock über die Kündigung empfinden durchschnittlich 77 Prozent der Deutschen umso schlimmer, wenn sie nicht mit
ihren Kollegen darüber sprechen dürfen. Insbesondere Frauen leiden
darunter (82 Prozent), wohingegen Männer mit 71 Prozent etwas besser
damit zurechtkommen. Gekündigte Mitarbeiter verlassen am liebsten direkt das Unternehmen und
hoffen auf eine Freistellung (62 Prozent), während 70 Prozent zumindest
von der Kündigung bis zum letzten Arbeitstag über die nächsten Schritte
informiert werden möchten. Dazu fasst Sophia von Rundstedt, Vorsitzende der Geschäftsführung bei
von Rundstedt, zusammen:

Offene und ehrliche Kommunikation ist für
einen fairen Trennungsprozess unabdingbar. Mitarbeiter sollten immer
wissen, woran sie sind und warum keine gemeinsame Zukunft mehr möglich
ist. Nur dann kann das Unternehmen als vertrauensvoller
Arbeitgeber bei den Mitarbeitern bestehen.

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