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Was Mitarbeiter in Corona-Zeiten bewegt

Frau arbeitet am Laptop am Küchentisch und wird von ihrer Tochter gestört
Viele Mitarbeiter, die wegen Corona im Homeoffice sind, machen sich Sorgen, wie sie Job und Familie unter einen Hut bringen.
Foto: © Marina Andrejchenko/StockAdobe

Aus 80 Millionen Mitarbeiterantworten aus 160 Ländern hat > Peakon die Kommentare zum Corona-Virus herausgefiltert. Danach wurde die erste Erwähnung des Virus auf der Plattform am 27. Januar verzeichnet. Der Kommentar wurde in China verfasst, wo der Virus zuerst auftrat und zu dem Zeitpunkt bereits direkten Einfluss auf das Leben der Menschen hatte. Im Februar zeigte sich ein stetiger Anstieg der Nennungen, besonders in China.

In Deutschland 1400 Prozent mehr Kommentare von der ersten zur dritten Märzwoche

Mit zunehmenden Infektionszahlen in den verschiedenen Ländern entwickelte sich auch die Anzahl der Kommentare entsprechend. Während der Anstieg der Erwähnungen des Virus bis zur zweiten Märzwoche noch bei 106 Prozent lag, stieg die Anzahl der Kommentare von der zweiten auf die dritte Märzwoche um 950 Prozent. Vor allem in Europa und den USA war ein eklatanter Anstieg zu beobachten. In Deutschland wuchs die Zahl der Nennungen zwischen der ersten und zweiten Woche im März um 219 Prozent und von der ersten zur dritten Woche um bei 1400 Prozent. Am 18. März bezogen sich weltweit 1,5 Prozent aller Mitarbeiterkommentare auf das Corona-Virus. Seitdem werden täglich circa 300 Äußerungen zum Thema abgegeben. Dabei zeigt sich ein Zusammenhang zwischen den Maßnahmen, die Länder ergreifen, und der Anzahl der Kommentare zu Covid-19. Diese ist zum Beispiel in Italien seit Beginn der Ausgangssperre wieder gesunken.

Klare Kommunikation und entschiedenes Handeln vom Arbeitgeber erwartet

Die Daten zeigten, so Peakon, dass Arbeitnehmer aktuell von ihren Arbeitgebern klare Kommunikation und entschiedenes Handeln erwarten. Der Umgang von Unternehmen mit dieser Situation werde sich langfristig darauf auswirken, wie viel Vertrauen die Mitarbeiter in die Organisation haben. Diese Entwicklungen kann auch Martin Daniel, Region Manager DACH bei Peakon, aus seinem Kontakt zu Personalverantwortlichen bestätigen.

Mitarbeiter sorgen sich  angesichts der Corona-Krise um ihre mentale Gesundheit, Arbeitsbedingungen und Jobsicherheit

Inzwischen hat die Plattform auch Mitarbeiterkommentare ausgewertet, die sich auf das Wohlbefinden der Arbeitnehmer beziehen. Das Ergebnis: Die Berufstätigen machen sich derzeit insbesondere Sorgen um ihre mentale Gesundheit, die Job-Sicherheit, das Arbeiten von zuhause aus, die Gesundheit der Familie und das Erledigen der anfallenden Arbeit. Bezüglich dieser Aspekte wurde von Februar bis März eine Zunahme der Kommentare von 51 Prozent festgestellt. Besonders stark angetrieben wurde diese Entwicklung durch Großbritannien. In der letzten Märzwoche befassten sich 7,8 Prozent aller Mitarbeiterkommentare mit diesem Thema.

Unternehmen sollten jetzt Feedback von ihrer Belegschaft einholen

Besonders in Zeiten, in denen viele Angestellte im Homeoffice sind, sei es für Unternehmen wichtig, Feedback von ihren Mitarbeitern einzuholen, so die Plattformbetreiber. Das beziehe sich nicht nur auf das Thema Corona, sondern auch auf die Gesundheit der Arbeitnehmer, ihre Sorgen und (neu entstandenen) Probleme wie etwa die Vereinbarkeit von Familie und Arbeit im Homeoffice.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.

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