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Ein Drittel aller Betriebe bietet Impfungen an

 

Auch Betriebsärzte haben in vielen Unternehmen Mitarbeitende gegen das Corona-Virus geimpft. (Foto: Konstantin Yuganov_Adobe Stock)
Auch Betriebsärzte haben in vielen Unternehmen Mitarbeitende gegen das Corona-Virus geimpft. (Foto: Konstantin Yuganov_Adobe Stock)

Ein Drittel aller Betriebe in Deutschland haben im August ihren Mitarbeitenden ein Impfangebot gegen das Corona-Virus bereitgestellt. Das geht aus einer repräsentativen Befragung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung hervor. Besonders in größeren Unternehmen hat der Arbeitgeber den Arbeitnehmenden angeboten, sich von den Betriebsärzten impfen zu lassen.

Im Vergleich zum Juni haben vier Prozent mehr Betriebe ihren Mitarbeitenden eine Impfung angeboten. Den geringen Anstieg erklären sich die Studienverfasser damit, dass rund 46 Prozent aller Beschäftigten bereits geimpft sind und viele Betriebe ein Impfangebot nicht mehr als notwendig erachten. Damit gibt es in 32 Prozent aller Unternehmen ein Impfangebot, vier Prozent planen ein solches noch bereitzustellen.

In größeren Unternehmen wird mehr geimpft

Darunter sind vor allem größere Betriebe. 61 Prozent aller befragten größeren Betriebe bieten eine Impfung an, bei den Kleinstbetrieben ist es jedes dritte (bei einer Größe von 10 bis 49 Mitarbeitenden) oder jedes vierte Unternehmen (bei einer Größe von bis zu neun Mitarbeitenden). Laut den Studienverfassern liegt dies vor allem daran, dass es in kleineren Betrieben oftmals keine Betriebsärzte gibt und auch Kooperationen mit externen Ärzten für ein Impfangebot schwierig zu organisieren sind.

Die Branchenzughörigkeit der knapp 2000 befragten Betriebe spielt hierbei auch eine Rolle. Im Baugewerbe sowie im Bildungs-, Gesundheits- und Sozialwesen organisierten Arbeitgeber vergleichsweise weniger häufig eine Impfung für Mitarbeitende. Überdurchschnittlich oft wird eine Covid-Impfung in der Logistik oder in Verkehrsbetrieben angeboten. Unternehmen, die sich gegen ein Impfangebot entschieden haben, taten dies aus zwei Gründen: Zum einen sehen sie keine Notwendigkeit mehr für das Schutzangebot, da die meisten ihrer Mitarbeitenden bereits geimpft sind (98 Prozent), zum anderen ist ihnen die Organisation eines solchen Angebots zu aufwendig, zeigt die Studie.

Was Betriebsärzte bei einem Impfangebot beachten müssen, können Sie hier nachlesen.

 

Ist Redakteurin der Personalwirtschaft. Ihre inhaltlichen Schwerpunkte sind die Themen Diversity, Gleichberechtigung und Work-Life-Balance.