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Gehaltsumwandlung statt Entlassungen

auf schwarzem Untergrund Begriffe wie Corona, Krise, Pleite, Entlassung
Aufgrund der politischen Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Epidemie blicken viele Unternehmen in eine düstere Zukunft.
Foto: © miket/StockAdobe

Entlassungen und Gehaltskürzungen angesichts der Krise seien nur die letzten Mittel zur Sanierung, so der Bundesverband pauschaldotierter Unterstützungskassen e.V. (> BV-pdUK). Bevor Arbeitgeber zu harten Mitteln greifen, sollten sie andere, nachhaltigere Sanierungswege gehen, sagt Manfred Baier, Vorstandsvorsitzender des BV-pdUK. Stattdessen könnte die Belegschaft über Gehaltsumwandlungen Mittel für den fünften Durchführungsweg der betrieblichen Altersvorsorge, eine pauschaldotierte U-Kasse (pdUK), aufbringen.

Arbeitgeber bleibt liquide, Mitarbeiter behalten ihre Jobs

Die Vorteile dieses Vorgehens: Unternehmen stehe die notwendige Liquidität zur Erhaltung der Arbeitsplätze zur Verfügung und die Mitarbeiter hätten keine finanziellen Verluste. Das sei ein guter Anreiz für die Beschäftigten, mit ihrem durch den Pensionssicherungsverein aG (PSV) abgesicherten Beitrag als Kollektiv zum Weiterbestehen ihres Unternehmens beizutragen. Die Laufzeit einer Lohn- oder Gehaltsumwandlung könne im Zweifel auch auf einen bestimmten Zeitraum beschränkt werden.

Bei diesem Modell bleiben die Beiträge zur pdUK unversteuert im Unternehmen und können zu Finanzierungszwecken oder der Rückführung von Bankdarlehen eingesetzt werden. Die Steuervorteile durch Verlustvorträge bleiben bestehen. Falls es doch zur Insolvenz des Arbeitgebers oder zum kompletten Aus der Firma kommen sollte, wären die Ansprüche der Mitarbeiter aus der U-Kasse durch die PSV-Absicherung nicht verloren, laut BV-pdUK ein für Arbeitnehmer wesentlicher Vorteil gegenüber anderen Sanierungskonzepten. Gleichzeitig blieben die Beschäftigten dem Unternehmen für die Zeit nach der Krise erhalten.

Die Arbeitgeber, die die versicherungsfreie betriebliche Altersversorgung schon lange als Finanzierungsinstrument nutzen, seien heute entweder schuldenfrei oder könnten in der jetzigen Krise freier agieren, sagt Baier. Und die Firmen, die Rückdeckungen durch Kapitalanlagen installiert haben, könnten diese veräußern oder beleihen und sich damit die notwendige Liquidität beschaffen.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.

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