Aktuelle Ausgabe

Newsletter

Abonnieren

Veränderungen und Emotionen gemeinsam managen

Dies sei Aufgabe der Führungskräfte, berichtet das Institut für angewandte Arbeitswissenschaft (ifaa) – und beschreibt fünf Rollen, in die sie dabei schlüpfen sollten.

Veränderungen und Emotionen gemeinsam managen
Führungskräfte sollten bei der Umsetzung vereinbarter Aufgaben und Ziele als Vorbild vorangehen. Foto: © georgerudy-stock.adobe.com

Die Aufgaben von Vorgesetzten in einem Veränderungsprozess sind demnach vielfältig. Eine davon ist Dr. Martina Frost vom ifaa zufolge, die Nachricht des Wandels als unumgänglich zu überbringen und die Dringlichkeit der Veränderung aufzuzeigen. In dieser Phase seien Emotionen wie Angst oder Ärger nicht zu vermeiden. Führungskräfte müssten diese aber aushalten lernen und dürften sie nicht persönlich nehmen: Sie treten in der Rolle als Botschafter auf.

Im Folgenden gelte es, einen Raum zu schaffen, in dem diese Emotionen angehört und bearbeitet werden können. Ein Workshop beispielsweise, in dem der Vorgesetzte als Unterstützer und Zuhörer fungiert, bietet die Möglichkeit, Befürchtungen, aber auch Erwartungen zu erfragen. Auch die Rolle des Visionärs steht Führungskräften in dieser Phase gut: Sie können eine attraktive Vision aufzuzeigen, bei der die Beschäftigten auch den Nutzen für ihre eigene Arbeit sehen.

In einem nächsten Schritt geht es an die konkrete Umsetzung der Veränderung. Als Trainer können Führungskräfte hier Hintergründe und Zusammenhänge des Vorgehens erklären, konkrete Aufgaben definieren und diese Personen zuordnen. “Hilfreich ist zudem die Festlegung von klaren Teilzielen auf dem Weg zur Erneuerung beziehungsweise zum Ziel”, sagt Frost. Gemeinsam mit den Beschäftigten sollten dann erste Schritte erprobt werden.

Schließlich gilt es als Vorgesetzter, bei der Umsetzung der vereinbarten Aufgaben und Ziele als Vorbild voranzugehen. Erste Erfolge sollten lobend hervorgehoben werden. Im weiteren Verlauf könne sich die Führungskraft als Begleiter dann immer stärker zurückziehen, während die Beschäftigten zunehmend Eigenverantwortung übernehmen. Unerlässlich für den gesamten Prozess sei Vertrauen gegenüber der Führungskraft, so Frost: “Wichtig ist es, die emotionale Sicherheit der Beschäftigten in den Vordergrund zu stellen.”

David Schahinian arbeitet als freier Journalist und schreibt regelmäßig arbeitsrechtliche Urteilsbesprechungen, Interviews und Fachbeiträge für die Personalwirtschaft.

Themen