Fachkräftemangel im Handwerk: Neue Wege wagen

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Handwerkerinnen und Handwerker zählen derzeit zu den gefragtesten Berufsgruppen. Bereits 2023 zeigte eine Auswertung des Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung (KOFA) ein Rekordhoch beim Handwerkermangel. Am stärksten betroffen: das Bauhandwerk, die Bauelektrik und die Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik. Laut des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) fehlen aktuell 250.000 Fachkräfte im Handwerk, in den nächsten fünf Jahren, so die Prognose des Verbands, ist mit einer Lücke von 125.000 Betriebsnachfolgen zu rechnen. Besonders Meisterinnen und Meister sind schwer zu finden – und gerade diese sind dringend nötig, wenn aus Mangel an externem Zuwachs der Nachwuchs im Betrieb ausgebildet werden soll.

Es gibt vielfältige Gründe dafür, warum die Nachfrage nach Handwerkerinnen und Handwerkern größer ist als der nachrückende Bestand. Teil der Antwort liegt in der mangelnden Beliebtheit von handwerklichen Berufen bei der Berufswahl der jungen Generation. Im September 2023 veröffentliche das Institut der deutschen Wirtschaft (IW consult) im Auftrag des Sanierungsunternehmens ISOTEC den „Handwerkerkompass“, der Fragen zur Attraktivität von Handwerksberufen untersuchte. Anhand von Interviews mit Geschäftsführern aus handwerklichen Betrieben und einer Onlineumfrage unter Jugendlichen identifizierte der Kompass vor allem politisch bedingte Rahmenbedingungen wie die schleppende Digitalisierung, bürokratische Hürden und fehlende Attraktivität einer Meisterausbildung. Doch auch die Bedingungen in den Betrieben spielen eine Rolle. So gaben die jugendlichen Befragten als Gründe, die gegen die Wahl eines Handwerksberufs sprechen, ein niedriges Gehalt und wenig Anerkennung des Berufs und die fehlende Aussicht auf eine berufliche Perspektive an.

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