Aktuelle Ausgabe

Newsletter

Abonnieren

Mitarbeiter zu Kompetenzentwicklung motivieren

Animation mit Bildern aus der Arbeitswelt um den Schriftzug Skill.
Mitarbeiter fit für die Zukunft machen: Die Hälfte der befragten Führungskräfte möchte mit Skill-Entwicklung der eigenen Mitarbeiter Qualifikationslücken in den nächsten Jahren schließen. Bild: ©Tierney/AdobeStock

Während neun von zehn Führungskräften zuversichtlich sind, die Skills ihrer Mitarbeiter entwickeln zu können und 87 Prozent die Lernressourcen in ihren Unternehmen für gut halten, sind Arbeitnehmer deutlich skeptischer. Bei ihnen glaubt nur jeder Sechste, dass sie in ihrem Unternehmen ihre Kompetenzen weiterentwickeln können. 40 Prozent halten die angebotenen Lernressourcen für unzureichend.

Das ergibt die Studie › A License to Skill: Embracing the Reskilling
Revolution
des People Research Lab des
Personalentwicklungs-Software-Anbieters Cornerstone. Gemeinsam mit der
Marketing-Agentur The Starr Conspiracy befragte Cornerstone im Frühjahr
2020 weltweit 500 Führungskräfte (aus Top-Management, Personal- und
Talentmanagement, Lernen und Entwicklung (L&D) und
Talentakquisition) und 1000 Vollzeit-Mitarbeiter jeweils aus Unternehmen
mit 500 oder mehr Mitarbeitern.

Die Vertrauenslücke zwischen Führungskräften und Belegschaft ist problematisch, sieht doch die Hälfte der Führungskräfte Kompetenzentwicklung der eigenen Mitarbeiter als Mittel der Wahl an, um in den nächsten Jahren Qualifikationslücken im Unternehmen zu schließen.

Zeitmangel das Hauptproblem

Befragt nach den größten Hürden bei der Kompetenzentwicklung gaben die Mitarbeiter vor allem mangelnde Zeit (60 Prozent), fehlende finanzielle Möglichkeiten und Unzulänglichkeiten bei Führung und der Verfügbarkeit der Lerninhalte an. Auch die erwarteten Veränderungen der Arbeitswelt könnten hemmend wirken: Knapp ein Drittel der Mitarbeiter sorgte sich, ihre Arbeit könnte nicht mehr benötigt werden. Rund die Hälfte erwartet zumindest, dass sich ihre Rolle erheblich verändert. Angesichts dieses Unbehagens durch Unsicherheit und Entfremdung müssten Führungskräfte eine Lernkultur in allen Aspekten des Arbeitslebens schaffen, schreiben die Studienautoren. Dabei gelte es vor allem, Lerneinheiten zum richtigen Zeitpunkt und individuell auf den Mitarbeiter abgestimmt, anzubieten.

Sinnhafte Arbeit so wichtig wie Geld

Bei der Skill-Entwicklung müssen Führungskräfte außerdem im Blick behalten, Mitarbeitern den Sinn ihrer Tätigkeit zu vermitteln. In der Befragung gaben zwei Drittel (66 Prozent) der Mitarbeiter an, sinnvolle Arbeit sei bei der Auswahl des Arbeitgebers extrem oder sehr wichtig. Das Kriterium Lohn gaben ein Prozentpunkt weniger der Befragten (65 Prozent) an. Die Studienautoren empfehlen Führungskräften daher Coaching-Methoden, um an Interessen und langfristige Ziele der Mitarbeiter angepasste Lernerfahrungen zu bieten.

Unternehmen setzen vor allem auf Technologie und Schulungen

Die befragten Führungskräfte geben an, bei der Kompetenzentwicklung vor allem auf Technologien zur Ermöglichung und Skalierung der Maßnahmen (42 Prozent) zu setzen. Auch mit technischen Schulungen im MINT-Bereich hoffen 42 Prozent, ihre Mitarbeiter für die Herausforderungen der nächsten Jahre zu wappnen. Desweiteren soll Lernen im Workflow (41 Prozent), Führungstraining (40 Prozent) und die Verbesserung sozialer Lernmöglichkeiten (38 Prozent) die Mitarbeiter-Skills fördern.